Was andere Menschen Liebe nennen (David Levithan)

Das Buch

 

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: cbt (26. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Invisibility
ISBN: 978-3570163559
Genre: Jugendbuch, Fantasy, Liebesroman
Hier erhältlich: Amazon

Kurze Meinung:

Eine super süße Geschichte, jedoch hab ich anhand des mir vorliegenden Klappentextes etwas anderes erwartet.

Klappentext:

Der 16-jährige Stephen ist unsichtbar – und zwar schon von Geburt an. Ein Fluch lastet auf ihm. Ganz allein lebt er in einem Hochhauskomplex mitten in New York City. Eines Tages zieht dort Elizabeth mit ihrer Familie ein und es passiert etwas, womit Stephen nie in seinem Leben gerechnet hätte. Elizabeth kann ihn sehen! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter. Und dann müssen die beiden eine Entscheidung treffen, die den Unterschied zwischen Liebe und Tod bedeuten kann.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?
Aufgrund des deutschen Titels und auch des Covers hab ich mich auf eine leichte und luftige jugendliche Sommerromanze gefreut. Danke an das Bloggerportal für das Exemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:
Man liest mal etwas anderes als diese 0-8-15 Liebesromane und Fantasygeschichten, bei denen einer der Protagonisten immer alles kann und Superheld ist. Und man hat mal kein richtiges Happy End!

Was ist mir negativ aufgefallen:
Ich hätte mir anhand des mir vorhandenen Klappentextes und des Covers dann doch eine etwas andere Geschichte erwartet. Klar, unsichtbar kann vieles heißen, ich dachte da nur eher an eine “Nicht-Beachtung”…

Zu den Charakteren:
Stephen: Als Hauptprotagonist versucht er natürlich alles, um seine erste wirkliche Liebe Jo alias Elizabeth zu beschützen. Dies gelingt ihm mal mehr und mal weniger. Oft steht ihm dabei seine Unsichtbarkeit im Weg, gegen die er aber nunmal nichts machen kann.
Elizabeth: Sie ist die erste, die Stephen sehen kann und kann ihr Glück kaum fassen, doch dann stellt sich heraus, dass er wirklich und wahrhaftig unsichtbar ist und nun muss sie versuchen, ihren Bruder davon zu überzeugen, dass sie nicht verrückt ist. Im Laufe der Geschichte fängt sie jedoch auch selbst an, daran zu zweifeln.
Laurie: Zuerst zweifelt er ziemlich an der geistigen Fähigkeit und auch dem Denkvermögen seiner Schwester, doch im weiteren Verlauf, freundet auch er sich mit Stephen an und zwischen den dreien entsteht eine enge Freundschaft, bei der alle durch dick und dünn gehen.
Millie: Als ärgste Gegnerin von Arbus Maxwell, Stephens Großvater, ist sie als erste in der Schusslinie, jedoch lässt auch sie das Dreiergespann nicht im Stich. Sie glänzt durch ihre Erfahrung und auch durch ihre Fürsorge.

Zusammengefasst:
Wenn man erstmal in der Geschichte drin war, dann war sie auch locker fluffig zu lesen, jedoch hatte ich mir eben was anderes vorgestellt und das hat dann natürlich meinen Blick getrübt. Auf jeden Fall ist das Buch ein klarer Kontrast zu “Will & Will”, welches Levithan zusammen mit John Green geschrieben hatte. Der Schreibstil war zwar ähnlich leicht, nur das Thema eben ein gänzlich magisches. Mir hat das Buch gefallen, aber eben nicht meine Erwartungen erfüllt

Bewertung
Handlung * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * / 5

 

 

Blutroter Frost (Meredith Winter)

Das Buch

Taschenbuch: 374 Seiten
Verlag: Sommerburg Verlag (1. September 2017)
Sprache: Deutsch
Genre: Ladythriller
Hier erhältlich: Amazon

Kurze Meinung:

Das Buch ist eine schöne Abwechslung für Zwischendurch, jedoch fehlt an manchen Ecken noch ein wenig der Feinschliff. Manchmal ist weniger mehr.

Klappentext:

Julie, 35, Anästhesistin, will sich mit einer eigenen Tageschirurgie selbstständig machen. Doch sie wird unwissend Mitglied einer Leichenteilmafia, welche beabsichtigt, ihren OP, als Sektionssaal zu nutzen. Zu verdanken hat sie dies ihrem Exfreund Benjamin, der sich als Makler ausgibt und durch sein erneutes Liebeswerben vorhat, sich Zugang zu ihrer Praxis zu verschaffen. In die Quere kommt ihm dabei Spencer, der neue Freund von Julie.
Und er ist beizeiten nicht der Einzige, nach dessen Leben die Leichenteilmafia trachtet …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Natascha Wahl, Mitbegründerin des Verlages, fragte mich, ob ich nicht Lust hätte auch eines ihrer Bücher zu lesen. Da ich gerne dabei behilflich bin auch SP Autoren und kleinen, aufstrebenden Autoren zu helfen, hab ich gerne zu gesagt.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte enthält schöne Liebesszenen, die gespickt sind mit Action und auch ein wenig Herzschmerz.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Der Plot war ein wenig durcheinander, die Sprünge zu den Verschiedenen Protagonisten waren manchmal ziemlich verwirrend. Auch fand ich, dass zu viel passiert war. Julie war meiner Meinung nach zu verletzend, als dass Spencer ihr diese und auch noch die hundert weiteren Chancen geben hätte sollen.

Zu den Charakteren:

Julie: Sie wirkt ziemlich sprunghaft und auch wenig gefestigt. Sie lässt ihre Launen meiner Meinung nach zu sehr an allen anderen um sich herum aus und dadurch war sie mir einen Großteil des Buches unsympathisch. Sie behandelt gerade Spencer ziemlich mies.

Spencer: Er wiederum gibt Julie leider viel zu viele Chancen und lässt sie eben gewähren und zieht keine Konsequenzen aus ihrem Verhalten. Er versucht, sein Leben auf die Reihe zu bekommen und zeigt ziemlich viel Engagement.

Jennifer: Als eigentlich beste Freundin von Julie, wettert sie ziemlich heftig gegen ihre Beziehung mit Spencer. Ihre eigene Ehe geht entsprechend den Bach herunter. Am Ende der Geschichte kommt zudem noch ihr wahres Ich zum Vorschein, was mich persönlich sehr überrascht hat.

Benjamin: Er wirkt auf mich, wie ein verwöhnter Sohn eines neureichen Ehepaares. Er nimmt sich einfach, was er möchte, ohne Rücksicht auf Verluste. Jedoch bezahlt er am Ende seinen Preis dafür.

Zusammengefasst:

Das Buch war abwechslungsreich zu lesen. An manchen Ecken könnte man das noch ausbauen, sowohl im Schreibstil, als auch im Bereich des Plots. Aber für die ersten Versuche, in die große Welt der Autoren einzutauchen, ist dies ein gelungener Versuch.
Ich persönlich würde auch noch das Cover ansprechender gestalten, aber das ist Geschmackssache…

Bewertung

Handlung * * * / 5
Romantik * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * / 5

Liebe kennt kein hitzefrei (Liane Mars)

Das Buch

Kindle Edition: 373 Seiten
Verlag: books2read (15. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
Genre: Romantische Komödie, Gegenwartsliteratur
Hier erhältlich: Amazon

Kurze Meinung:

Eine liebevolle Geschichte über Männer und deren Stolz und über eine Liebe, die viele Risiken eingeht, um zu überstehen. Eine fluffige Sommerromanze, die es sich lohnt zu lesen.

Klappentext:

Was haben kleine Hunde, Verbrecher und die Liebe gemeinsam? Richtig, sie alle nehmen Reißaus, wenn es brenzlig wird. Das muss auch Lexi feststellen, als ihr der äußerst gut aussehende Alex an einem heißen Sommertag quasi vor die Füße fällt. Das Timing könnte schlechter nicht sein, denn Lexi hat gerade wahrlich andere Sorgen. In ihrem beschaulichen Heimatort ist ein Mord geschehen, und sie ist die einzige Zeugin. Zum Glück entpuppt sich Alex als ausgezeichneter Ermittler. Aber kann er auch rausfinden, wie man Lexis Herz erobert?

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich hatte von Liane bereits ein anderes Buch gelesen. Jedoch war dies ein Fantasy Roman mit dem Titel Funkenmagie (Rezension hier), der im Drachenmondverlag erschienen ist. Daher war ich gespannt auf Ihre Umsetzung einer kriminalistischen Romantikkomödie.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Innerhalb der Geschichte tauchen immer wieder unerwartete Fakten und Reaktionen der einzelnen Protagonisten auf, die man so nicht erwartet hätte. Daher war das Lesen weder langweilig, noch vorhersehbar.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ab und zu hätte ich mir einen Plot gewünscht, der ein bisschen ruhiger und nicht nur so Action geladen ist.

Zu den Charakteren:

Lexi: Die junge Lexi arbeitet mit Herzblut als Radiomoderatorin und -Redakteurin. Doch als sie dann in die Schusslinie der Verbrecher gerät, wird sie zu Beginn sehr kleinlaut. Doch ihrem Wesen entsprechend verhält sie sich im Laufe der Geschichte wieder rebellischer. Was sie dann auch in Bezug auf Ihre Gefühle rauslässt. Manchmal fand ich es ziemlich anstrengend, wie sie versucht hat, mit allen Mitteln irgendwas zu finden, was an Alex schlecht ist.

Alexander: Als Polizist hat er natürlich ein gewisses Maß an Verantwortung, doch meistens lassen sich starke Emotionen nicht mit dieser vereinen. So muss auch er lernen, dass die Liebe leider weder Handschellen angelegt bekommen kann, noch sich an Regeln hält. Mit der sturen und rebellischen Lexi hat er sich da auch mit eine der härtesten Nüsse geholt. Aber auch bei seinem Verhalten hab ich manchmal echt die Stirn kraus gezogen.

Zusammengefasst:

Mit dem Buch hatte ich eine schöne Sommerlektüre, die von Liebe über Humor bis hin zur Spannung so einiges beinhaltet hat. Man kann das Buch super nebenbei lesen, ohne, dass man den Kopf viel anstrengen muss, was für mich für eine schöne angenehme Strandlektüre spricht. Der Schreibstil ist schön, nicht zu aufgesetzt und nicht zu umgangssprachlich.

Bewertung

Handlung * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * * / 5

Caraval (Stephanie Garber)

Das Buch

Gebunden: 416 Seiten
Verlag: Flatiron Books (31. Januar 2017)
Sprache: Englisch
ISBN: 978-1250095251
Genre: Jugendbuch, Fantasy, Dystopie

Kurze Meinung:

Die Geschichte nimmt uns mit in eine magische Welt voller mysteriöser Zusammenhänge und einigen fairen sowie unfairen Mitspielern. An sich gut gemacht nur ein sehr offenes und unzufriedenstellendes Ende.

Klappentext:

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Das Buch war mir bereits im Januar optisch sehr positiv aufgefallen. Damals war es jedoch nur in Englisch erhältlich. Als es dann in der deutschen Übersetzung erschien, überschlugen sich die positiven Bewertungen und so hat es nun Einzug in mein Regal gefunden, jedoch in der englischen Ausgabe.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte nimmt den Leser sehr schön an die Hand. Man hat magische Begebenheiten, aber eben auch menschliche. Dies führt dazu, dass man sich sehr schön mitgenommen fühlt und auch nicht zu sehr an Welten wie Harry Potter mit dem Trimagischen Turnier oder den Tributen von Panem erinnert wird.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Es waren einige Begebenheiten dabei, die mich persönlich ziemlich verwirrt haben. Und auch zum Ende des Buches werden einige Aspekte davon nicht aufgeklärt.

Zu den Charakteren:

Scarlett: Als eine der beiden misshandelten Töchter, klammert sie sich an ihre bevorstehende Hochzeit. Zwar kennt sie ihren Verlobten noch nicht, dennoch ist sie der festen Überzeugung, dass alles besser ist, als weiter bei ihrem Vater zu bleiben. Doch dann taucht plötzlich die Einladung zu Caraval auf und Scarlett muss sich überwinden, auch mal etwas zu riskieren. Im Spiel angekommen, traut sie sich auch immer mehr zu und riskiert auch, ihr Herz zu verlieren. Doch, ob sie am Ende die richtige Entscheidung trifft…

Donnatella: Sie ist eher die rebellischere der beiden Schwestern und somit auch leichter davon zu überzeugen, die Einladungen für das diesjährige Caraval anzunehmen. Doch dann verschwindet sie und wird Teil der Spiels und wie sich später herausstellt, hängt sie noch tiefer drin, als man als Leser und auch Scarlett vermutet hätte.

Legend: Als Gastgeber der Spiele wirkt er in den ersten Erzählungen eher freundlich und gewillt, den Menschen Spaß und Freude zu bereiten. Doch leider entpuppt er sich während der Nächte als ziemlich masochistisch und weniger daran interessiert, anderen eine Freude zu bereiten. Doch am Ende erweist sich vieles als ein falscher Eindruck.

Julian: Bei Julian war ich von Anfang an zwie gespalten. Manchmal wirkte er sehr sympathisch, manchmal wie ein richtiger Haudrauf! Dennoch hatte ich auf der Insel Caraval zeitweise das Gefühl, dass er Scarletts Verlobter sein könnte..

Zusammengefasst:

Die Geschichte war spannend und hat zum Weiterlesen angeregt. Dennoch muss ich sagen, dass sie mir an manchen Stellen zu abgedreht war und auch zu verwirrend. Einige Charaktere wirken auch mehr fehl am Platz. Auch das Ende hat die offenen Fragen leider nicht geklärt, somit bin ich etwas unzufrieden.

Zusammenfassend, war das Buch aber auf jeden Fall lesenswert und macht sich auch optisch schön im Regal.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * * / 5

The final seven (Erica Spindler)

Das Buch

Taschenbuch: 408 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (1. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3741300424
Genre: Krimi,Thriller
Originaltitel: The final seven (The Lightkeepers)

Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Ein sehr schöner Beginn einer fantastischen Thriller-Serie, die für mich beide Genres schön vereint. Sehr gelungen.

Klappentext:

Der Countdown hat begonnen …

New Orleans Detective Michaela Dare ist diszipliniert und zielstrebig. Sie braucht keinen neuen Partner – schon gar nicht Zach „Hollywood“ Harris, den respektlosen Charmeur und Draufgänger, der ihr vom FBI vorgesetzt wird. Obendrein soll ihre Aufgabe darin bestehen, Zachs Bodyguard zu spielen, während er die Bösen jagt. Doch Micki stellt bald fest, dass ihr Partner mehr draufhat als ein verschmitztes Lächeln – und dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die nur Zachs spezielle Fähigkeiten aufhalten können …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich habe momentan große Lust auf Krimis und Thriller. Wenn das Buch dazu dann noch eine mystische Komponente hat, dann ist das umso besser. Auch mag ich es, wenn Krimis mehrere Teile haben, sodass man nicht nach einem Buch schon wieder alles weiß, das erhält ein wenig die Spannung.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Mischung aus Fantasy, dem Übermenschlichen und normalen amerikanischen Thriller war einfach super gelungen. Ich hab mich in keiner Minute gelangweilt, hab es nie übertrieben gefunden, denn es war eine schöne Kombination. Auch die Kombination der beiden unterschiedlichen Protagonisten ist super.

Der Schreibstil dazu war angenehm flink zu lesen, denn Erica Spindler nimmt einen klasse mit in ihre Welt der Lightkeeper.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich kann eigentlich dazu nichts sagen, nur, dass mir Parker als Charakter nicht gefällt.

Zu den Charakteren:

Mick: Mick zeigt bereits am Anfang sehr, dass sie nach außen hin ziemlich tough ist. Sie lässt nicht so einfach alles mit sich machen und weiß sich sehr wohl zu wehren. Das merkt dann auch ihr Chef und auch der neue Partner Zach. Mick glaubt auch nicht so wirklich an den ganzen übernatürlichen Quatsch, das führt natürlich zu einigen kleinen Problemchen in der Fallaufklärung. Kriminalistisch gesehen könnte Mick ein wenig sanfter und überlegter vorgehen, um nicht immer gleich alles zu überstürzen, aber da nehmen die beiden Partner sich wenig.

Zach: Als der übernatürliche Part muss er sich von Anfang an gegen Micks Misstrauen behaupten. Er versucht dies, indem er im Alleingang einige Dinge lösen möchte, bringt sich jedoch damit meist unnötig in Gefahr, sodass Mick ihn am Ende wieder retten muss. Er versucht in der gesamten Geschichte Mick davon zu überzeugen, dass das alles leider wahr ist, was ihm mehr schlecht als recht gelingt. Dann spielt auch noch sein “Freund” Parker miese Spielchen mit den beiden, was die ganze Geschichte nicht wirklich erleichtert.

Parker: Parker war mir von Anfang an ein wenig suspekt. Er hält sich viel zu bedeckt, als dass er den beiden oder vorrangig Zach damit hilft. Wie sich herausstellt, verschweigt er den beiden auch noch das aller wichtigste, was mein Vertrauen und auch das von Zach schwer enttäuscht hat.

Zusammengefasst:

Dieser Reihenstart hat für mich alles, was es braucht, damit mein Interesse und meine Spannung auf den zweiten Band da sind. Der Krimi ist spannend, man weiß zwar bereits zeitig “wer” der Täter ist, aber noch nicht, wo die Opfer sind und wie sie diese befreien können. Auch zum Ende des Buches hin ist noch so vieles offen, dass ich ganz gespannt auf den zweiten Teil warte. Für alle Fans der leichten Romanze: Es sieht am Ende so aus, als würde da bei Zach und Mick vielleicht noch was passieren – vermutlich dann in den Folgebänden.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Bruderlüge (Kristina Ohlsson)

Das Buch

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Limes Verlag (13. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3809026679
Genre: Krimi, Schwedenkrimi
Originaltitel: Mios Blues

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Ein sehr schöner zweiter und abschließender Teil zu der Geschichte um Martin Benner. Jedoch mir am Ende zu abwegig. Schade.

Klappentext:

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Schwesterherz hatte mich sofort total in den Bann gezogen und so wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Martin und der Suche nach Mio weitergeht.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Charaktere sind immer noch genauso wie sie im ersten Band waren. Man kann sich wieder sehr schnell in die Geschichte finden und ist bei den Namen auch sofort im Bilde, wer nun wer war und ist.
Auch die Interviews sind weiterhin im neuen Band enthalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die Geschichte war am Ende so verzwickt. Es war so durcheinander und so viele Hände, die am selben Strang ziehen, dass mir das Szenario dann doch viel zu unrealistisch und auch ein wenig zu hanebüchen vorkam.

Zu den Charakteren:

Martin: Wie bereits im ersten Band handelt er selten wohlüberlegt und begibt damit sich und sein Umfeld öfter als notwendig in Gefahr. Auch ist er immer noch der Draufgänger aus dem ersten Buch, keine Beziehung, nur Sex und ab und zu Geborgenheit. Die Interviews verlaufen wieder ähnlich zu “Schwesterherz” nur macht Martin diesmal bei Weitem mehr Andeutungen und gerät deutlich häufiger in große Schwierigkeiten.

Lucy: Als fester Bestandteil von Belles Leben, ist sie auch weiterhin Teil von Martins Leben. Und so kommt es irgendwann, dass sie alles mit ausbaden muss, was er anzettelt. Sie leidet sehr darunter und man merkt, dass sie anfängt an dem zu zweifeln, was zwischen Martin und ihr ist.

Didrick: Als Polizist ist er natürlich gewillt, dass Recht geschieht. Doch wenn man nun bedenkt, dass er zu großen Teilen persönlich und auch emotional eingebunden ist, so verzeiht man ihm doch manche Schritte, doch einige sind auch unter den Aspekten unverzeihlich, sodass er mir am Ende sehr zuwider war.

Lucifer: Wie nachtragend und wie unmenschlich kann ein Mensch nur sein. Lucifer verkörpert für mich all das, was ich hoffe niemals persönlich an einem Menschen zu erkennen. Ich glaube ich hätte an Martins Stelle versucht ihm ein für alle Mal wirklich die Lichter auszuschalten, nachdem er dafür sorgte, dass die Mutter seines Sohnes so bestraft wird für etwas, das sie gar nicht zu verantworten hatte.

Zusammengefasst:

Als Abschluss des Zweiteilers ist das Buch auf jeden Fall gelungen. Schade nur, dass Kristina das Niveau des ersten Bandes nicht gehalten hat. Am Ende war die Sache dann doch verwickelter, als für mich schön gewesen wäre. Dennoch werde ich die Bücher gerne nochmal in die Hand nehmen – vielleicht nicht morgen, aber bestimmt in ein paar Monaten 😉

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Ich und die Heartbreakers (Ali Novak)

Das Buch

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: cbt (13. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570311172
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Originaltitel: The heartbreakers

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Das Buch war für mich eine super locker flockige Ablenkung zu dem aktuellen Unistress. Ich hab mit dem Buch angefangen und hab mit der letzten Seite am gleichen Tag aufgehört. 🙂

Klappentext:

Stella tut alles für ihre kranke Schwester. Sogar bis nach Chicago fahren und sich stundenlang die Füße platt stehen, um ein Autogramm von Caras Lieblings-Boygroup zu ergattern, den Heartbreakers. Würg! Aber da muss Stella durch – ihr Geburtstagsgeschenk für Cara soll so richtig krachen. Kurioserweise läuft es dann komplett anders als gedacht: Stella kommt nicht nur mit einem Autogramm zurück, sondern verliebt bis über beide Ohren. In wen? OMG! In DEN Oliver Perry von den Heartbreakers! Aber darf Stella das? Flirten, Glücklichsein und mit der Band abhängen – während ihre Schwester daheim ums Leben kämpft?

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich hatte bereits im Vorhinein mit dem Buch “Ich und die Walter Boys” geliebäugelt, jedoch war ich mir damals nicht sicher, ob es nicht zu kitschig wird. Jedoch hab ich mir nun gedacht, ich probier es einfach mal aus.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte ist zwar jugendlich und leicht, jedoch nie langweilig oder zu naiv. Ich finde die Aufmachung sehr gelungen. Sie beinhaltet sowohl leichte Passagen, als auch Passagen, die dem Leser doch einen tieferen Sinn vermitteln können.
Die Charaktere sind unterschiedlich und versuchen sich nicht extra zu verbiegen, wie in vielen anderen Liebesromanen. Ich fand es auch schön zu sehen, wie die Perspektive der Berühmtheit geschildert wird. Auch die Groupie-Aspekte waren schön dargestellt.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es am Anfang etwas “nervig”, dass schon wieder eine Krebsgeschichte geschrieben wurde. Jedoch hat sich die Meinung bald gelegt, denn darum geht es in diesem Buch nun wirklich nicht.

Zu den Charakteren:

Cara & Drew: Als die andere “Hälfte” der Drillinge, haben es die beiden mit Stella nicht leicht. Drew nicht, weil er der einzige Mann ist und mit zwei Schwestern leben muss. Cara nicht, da sie sich mit dem Krebs herumschlägt. Was die beiden jedoch verbindet, ist der Wunsch, dass Stella auch wieder ihr Leben lebt und glücklich wird.

Stella: Als Stella erfährt, dass ihre Schwester Krebs hat, stellt sie ihr gesamtes Leben hinten an. Als sie dann in einem Cafe auf Oliver trifft, versteht sie sich sofort super mit ihm. Was sie nicht weiß, ist, dass er Teil der momentan beliebtesten Boyband ist. Sie weigert sich nun erstmal ihn wirklich näher kennen zu lernen, doch irgendwann siegt die anfängliche Neugier aus dem Cafe. Auch steht sie im Laufe der Geschichte oft vor der Wahl, ob sie nun sich selbst oder ihre Schwester in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen soll. Sie versteckt sich häufig hinter der Krankheit ihrer Schwester um keine Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen tragen zu müssen.

Oliver: Als er in dem Cafe auf Stella trifft, ist sie ihm sofort sympathisch. Endlich jemand, dem sein Erfolg “egal” ist. Jemand, der ihn um seines Charakters willen mag und interessant findet. Doch dann steht er vor der Wahl, Groupie, Band oder Stella. Er versucht alles, um seine neu gewonnene Liebe nicht wieder zu verlieren.

Meine Lieblingsstelle:

Als Oliver bei dem letzten Konzert das Lied “Astrophil” spielt und nur Stella wirklich weiß, was und wer gemeint ist.

Zusammengefasst:

Eine super Lektüre für den Sommer, sie erfrischt einfach mal eben von innen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und werde mir zeitnah auch noch Novaks anderen Roman kaufen. Ich hoffe, dass dieser dann genauso schön und leicht zu lesen ist, wie dieser hier.

Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Romantik * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * * */ 5

Gesamt * * * * */ 5

Love & Gelato (Jenna Evans Welch)

Das Buch

Gebunden: 400 Seiten
Verlag: HarperCollins (12. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Love & Gelato
ISBN: 978-3959670913
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Sommerlektüre mit dem ein oder anderen Verbesserungspotential

Klappentext:

Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann findet sie das alte Tagebuch ihrer Mom, das von deren Zeit in Italien erzählt. Plötzlich erschließt sich Lina eine Welt aus romantischen Kunstwerken, magischen Konditoreien – und heimlichen Affären. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte und ein Geheimnis, das nicht nur ihr Leben verändern wird …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Italien, sehr schön charakterisiert. Gelato, wer liebt es nicht. Ich finde die Kulisse für die Geschichte echt gelungen, wobei der Friedhof ganz zu Beginn doch etwas verstörend war.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Lina gewinnt sehr schnell viel Vertrauen in Ren. Ich fand die Art leider etwas naiv, dass sie ihm so schnell so viel von ihrem Leben und auch ihrem Schmerz anvertraut..

Zu den Charakteren:

Lina: Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie ziemlich am Boden zerstört. Als sie dann auch noch zu ihrem Vater nach Italien ziehen soll, ist ihr das alles zu viel. Sie möchte dem ganzen Italienrummel keine Chance geben und stellt sich ziemlich quer. Doch als sie dann Ren begegnet, fängt für sie das Leben an. Denn plötzlich wollen ihre Gefühle nicht mehr so wie sie und sie muss sich ihnen beugen.

Howard: Als vermeintlicher Vater versucht Howard es Lina irgendwie recht zu machen. Er versucht sie für sich zu gewinnen und entsprechend auch ihr Vertrauen. Am Anfang noch etwas zaghaft, später traut er sich dann auch etwas mehr in Anspruchnahme zu.

Ren: Zu Beginn hat er ja noch eine Freundin, die ihn sehr vereinnahmt. Doch er verbringt immer mehr Zeit mit Lina und versucht ihr jedes Geheimnis aus der Nase zu kitzeln. Er versucht zu helfen, wo er kann und dies scheint ihm auch gut zu gelingen. Doch dann muss auch er sich eingestehen, dass er keine eindeutigen Signale gesendet hat.

Thomas: Als der Sunnyboy und das Model hat er es natürlich auch nicht leicht. Doch er verlässt sich meiner Meinung nach viel zu sehr auf sein Äußeres. Dementsprechend hat Lina die richtige Entscheidung getroffen.

Meine Lieblingsstelle:

Als Lina für die Feier das Kleid sucht. So ein Kleid sollte jeder haben.

Zusammengefasst:

Die Geschichte ist super schön leicht zu lesen. Leider war sie mir an manchen Stellen jedoch zu naiv und zu schnell, was das Vertrauen in die anderen Protagonisten anging. Auch das Ende ist etwas unbefriedigend, so weiß ich immer noch nicht, ob Matteo oder Hadley die Wahrheit gesagt haben…

Bewertung

Handlung * * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * / 5
Gestaltung * */ 5

Gesamt * * */ 5

 

 

Das Leben fällt, wohin es will (Petra Hülsmann)

Das Buch

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (26. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3404175222
Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Eine sehr schöne Geschichte über einen Schicksalsschlag, der das Leben unerwartet verändern kann.

Zitat:

Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest du besser nicht den Kopf hängen lassen.

Klappentext:

Party, Spaß und Freiheit – das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das – Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen „Chef“, den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet – zum Beispiel die Liebe …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Marie scheint zu Beginn des Buchs wenig erwachsen zu sein, doch der Wandel, den sie durchläuft, den finde ich persönlich sehr schön. Auch, wie die einzelnen Veränderungen sich so schleichend ergeben, find ich ebenfalls sehr gut – realistisch.

Und Knut, hach, ich liebe Knut, den Taxifahrer und den kurzen Bezug zu Isa und Jens – Ich mag ja einen roten Faden in Büchern und Konstanten.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich kann eigentlich keinen wirklichen negativen Punkt nennen. Vielleicht die Krankheit von Christine, aber mehr auch nicht…

Zu den Charakteren:

Marie: Zu Beginn wirkt sie sehr naiv und jugendlich. Sie feiert stundenlang – meistens bis in den Morgen hinein. Doch im Laufe der Geschichte wandelt sie sich. Viel hängt vermutlich mit der Krankheit ihrer Schwester Christine zusammen. Aber einiges liegt auch an ihr selbst. Sie versucht alte Traumata zu überwinden und über sich hinaus zu wachsen und vor Allem ihrem Vater zu gefallen. Man merkt ihr deutlich an, wie nah ihr die Dinge gehen und wie sehr sie an einigen Sachen zu knabbern hat.

Christine: Zu Beginn des Buches eröffnet sie ihrer Schwester, dass sie Krebs hat und bittet um Hilfe. Im Laufe der Geschichte leidet sie immer weiter unter der Krankheit und am Ende hat sie sogar ihre Gedanken kaum noch im Griff und wird sehr verletzend. Das war so der Moment, in dem ich sie kurz gehasst habe. Sie hat jedoch den Mumm, sich auch wieder für ihre Fehler zu entschuldigen und hat es sich somit auch bei mir nicht gänzlich versaut.

Daniel: Als Geschäftsführer auf Zeit benimmt er sich zu Beginn recht arrogant, doch man merkt sehr schnell, dass das meiste davon nur eine Fassade ist. Man merkt auch, dass hinter all dem großspurigen Gehabe ein junger Mann steckt, der verletzlich ist und der auf der Suche nach der einen großen Liebe war und vielleicht auch immer noch ist.

Herr Ahrens: Als Maries Vater und Geschäftsführer der Werft muss er natürlich dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter ihre Jobs behalten und die Firma läuft. Doch was er Marie alles an den Kopf knallt ist nicht gerade fair. Er gibt ihr nicht mit einer einzigen Minute die Chance sich zu beweisen und ihm zu zeigen, was in ihr steckt. Er hinterfragt auch nicht, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist, dass ihre letzten Jahre so aus der Bahn geraten waren. Das macht ihn mir ein wenig unsympathisch…

Marie’s Freunde: Bei den dreien geht es meist drunter und drüber. Es sind alles Partymäuse, die es sich nicht vermiesen lassen wollen zu feiern. Als dann Maries Leben zum Großteil aus Kinderhüten und Krebsbehandlungen besteht, entstehen Differenzen, die den vieren große Probleme bereiten. Auch die Beziehung von Maries bester Freundin zu Maries Gynäkologen ist da nicht gerade hilfreich.

Meine Lieblingsstelle:

Eigentlich ist das Highlight der Story Knut, doch ich muss zugeben, dass ich Maries Ausflüge auf die Blue Pearl auch sehr gut fand. Ich konnte mich super hineinversetzen und war ein wenig neidisch, dass ich gerade nicht auch auf einem schönen Holzsegelboot sitzen kann.

 

Zusammengefasst:

Das Buch ist wieder einmal ein sehr guter Roman von Frau Hülsmann. Ich wurde nicht enttäuscht und er ist genauso gut, wie “Glück ist, wenn man trotzdem liebt”, welches ich schon gelesen und auch verschenkt habe. Eine super Sommerlektüre aus Hamburg mit dem schönen norddeutschen Flair und einer Brise Meeresluft.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Glücksgefühl (Karolin Kolbe)

Das Buch

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Planet! (20. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3522505635
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Was passiert, wenn man sich einfach mal traut, zeigt dieser schöne Jugendroman. Mir war er nur leider an manchen Stellen zu naiv und fantasiegeladen.

Klappentext:

Nike ist überglücklich, als sie an einer Schauspielschule aufgenommen wird. Denn sie liebt das Leben anderer Menschen: Sie liest die Nachrichten fremder Leute in der U-Bahn mit und versinkt in den Filmen, die sie zusammen mit ihren Freundinnen schaut. Doch als Nike Jasper begegnet, sind es auf einmal ihre eigenen Gefühle, die verrücktspielen. Und dieses Mal gibt es kein Drehbuch, das ihr verrät, ob es ein Happy End geben wird … Eine ganz besondere Liebesgeschichte!

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Das Cover und auch der Klappentext haben mich persönlich sehr angesprochen. Man hat sofort den Eindruck, dass sich hinter dem Ganzen eine stimmige Geschichte versteckt, die einen locker leicht mitnimmt und die super zum Sommer passt.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte lässt sich super schön und leicht lesen, die perfekte Lektüre für solch heiße Tage. Die Charaktere sind sehr schön dargestellt und man kann sich gerade als junger Mensch gut vorstellen, was die einzelnen Personen denken und fühlen.
Die Idee, den Traum vieler Mädchen als Storyline zu verwenden ist sowohl Segen als auch Fluch, aber so kann man / können bestimmt einige sich ein wenig mehr unter dem Stress und dem Drumherum eines Filmsets vorstellen.
Die Liebe, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt wirkt im Vergleich zu einigen anderen Geschichten echter und auch vor Allem erreichbarer.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es etwas schade, dass Nike so schnell an der Schule aufgenommen wurde und dann doch so wenig Selbstbewusstsein mitbringt. Das wirkt für mich zum Teil sehr unrealistisch – mag ja aber trotzdem durchaus möglich sein.
Auch, dass die beiden Mädchen so schnell in eine so teure Wohnung ziehen, fand ich sehr naiv, denn meistens sind die Eltern bei solchen horrenden Summen ja doch die Stimme der Vernunft.
Man hätte auch an manchen Stellen noch ein wenig mehr Gefühle ausschmücken können. Beispielsweise in dem Moment, als Nike Selma und Jasper im Flur erwischt, da hätte ich mir ein wenig mehr erhofft, auch, dass Jasper ihr vielleicht hinterherläuft (Hollywood-Feeling).

Zu den Charakteren:

Nike: Man merkt bereits zu Beginn des Buches, dass Nikes größte Leidenschaft das Schauspielern und Theaterspielen ist. Auch merkt man indirekt, wie wenig sie sich selbst respektiert bzw. schätzt, da sie schon von vornherein versucht immer das Leben der anderen Menschen um sich herum zu analysieren und nachzuspielen.
Sie wirkt in manchen Szenen dann jedoch wieder tough und mutig, andererseits gibt es auch Szenen, da wirkt sie weniger wie eine Schauspielerin. Charakterlich finde ich sie ein wenig naiv und jung, jedoch möchte sie erwachsener behandelt werden. Als Hauptprotagonistin jedoch ist sie gut gewählt.

Jasper: Der schöne junge Student, der bald seinen Abschluss macht und sich in eine der Neuen verguckt. Ein wenig Klischee, jedoch nicht schlecht umgesetzt. Die Verwirrungen und die Missverständnisse sind gut gestreut. Mir fehlt nur die meiste Zeit ein wenig mehr Initiative des jungen Mannes…

Linda: Als neue beste Freundin von Nike muss sie versuchen, Nike davon zu überzeugen, dass auch sie auf die Bühne gehört. Sie hilft ihr und ist mehr als geduldig. Sie versucht alles, damit es den beiden zusammen gut geht und das macht sie in meinen Augen zu einer schönen Nebenprotagonistin, die ich selbst auch gerne als Freundin hätte.

Meine Lieblingsstelle:

Die Szene im Park: Nike wartet auf Jasper, der mit ihr Fotos für die Komparsendatenbank machen will. Nike verliert sich mit ihren Gedanken bei einem Eichhörnchen, das über das Gras im Park und über die Bäume hopst. Ich bin ja selbst so ein Eichhörnchenfan und durfte auch in London schon mal in den Genuss kommen, eines zu streicheln.

Zusammengefasst:

Für den Sommer eine schöne, leichte Lektüre, die jedoch an manchen Ecken noch ein wenig mehr Tiefe haben könnte und auch ein wenig näher an der Realität bleiben könnte. Die Theaterszenen hätte man vielleicht auch noch ein wenig ausbauen können, aber alles in allem war ich zufrieden mit dem Buch und bedanke mich bei netgalley und dem Thienemann Verlag für das Exemplar.

Bewertung

Handlung * * * / 5
Romantik * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * */ 5