Du bist der Hammer (Jen Sincero)

Das Buch

Autorin: Jen Sincero
Print: 304 Seiten
Verlag: Ariston (6. März 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: You are a badass
ISBN: 978-3424201550
Genre: Motivation, Selbstfindung
Kosten Print/eBook: 16,99 € / 13,99 €
hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurzmeinung:

Wer seinen Ar* momentan nicht hochbekommt und dringend motiviert werden möchte, für den ist das Buch genau das richtige! Für alle anderen ist es teilweise ein kleines Kopfnicken, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Klappentext:

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Leben, so wie es ist? Oder sagen Sie: Soll’s das wirklich schon gewesen sein? Wenn Sie sich insgeheim denken, dass irgendwo Größeres auf Sie wartet, Ihnen aber noch der letzte Anstoß fehlt, um endlich die verdammte Komfortzone zu verlassen, dann sind Sie hier genau richtig. Denn Jen Sincero wird Sie packen und von der Couch ziehen, damit Sie endlich das Leben leben, auf das Sie selbst neidisch wären.

Informationen zum Autor:

Jen Sincero beschreibt in dem Buch ihren eigenen Gedanken- und auch Lebenswandel, sodass man sich vorstellen kann, dass die Mittvierzigerin selbst auch einiges durchmachen musste.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Jeder kennt das. Man sitzt zuhause vor einem Berg an Aufgaben und plötzlich kommt da dieser Zweifel. Erst leise und dann doch irgendwann so laut, wie die Fans im Fußballstadion. „Ob man auch wirklich das richtige tut, es kann doch so alles gar nicht klappen“ – Auch bei mir kamen ein paar Mal seit dem Berufswechsel diese Zweifel. Daher habe ich im Buchhandel meinen Blick schweifen lassen und nach einem Buch gesucht, welches mich motiviert, dort weiter zu machen, wo meine kleine innere Stimme sich scheut laut zu werden. Und siehe da!

Was ich zu dem Buch sagen möchte:

Ich hatte vor einer Weile ein „Selbsthilfebuch“ zum Thema Selbstliebe und Selbstbewusstsein in der Hand. Ja, auch das gehört dazu, dass man sich seiner Selbst und seinen Gefühlen eher bewusst wird und lernt, sie zu deuten, einzuordnen und zu leben. Doch bei diesem Buch lief alles nur nach einem bestimmten Schema F. Das war so gar nicht mein Ding. Ich bin zwar vom Herzen Naturwissenschaftler & wir lieben diese Schemas und Algorithmen, doch nicht was meinen Kopf angeht, das findet schon mein Bewusstsein nicht so cool.

Ich habe also ein wenig verhalten das Buch von Jen aufgeschlagen und angefangen zu lesen. Bereits auf den ersten Seiten musste ich zum Teil schmunzeln, wie sehr die beschriebenen Gedanken, Zweifel oder Äußerungen von Außen auf mich, mein Umfeld und mein Leben passten. Doch, das Besondere und zugleich auch Überzeugende war, dass sie nicht versucht mit einem Vorgehen nach Schema F die Probleme oder Schwierigkeiten zu lösen, sondern dass sie Ideen, Gedanken und Motivation bereitstellt, sich diesen selbst zu stellen und dann zu entscheiden, wie man weiter macht.

Durch die Ideen und Anregungen wird der Leser dazu animiert, noch einmal genau über die Situation, die damit entstandenen Schwierigkeiten und seine Sicht dazu nachzudenken. Man wird animiert, sich und seine ersten Gedanken zu überdenken und kommt dann vielleicht zu einem anderen Schluss, aber selbst wenn nicht, so hat man in diesem Buch nicht das Gefühl dann verurteilt zu werden.

Das Buch stützt sich viel auf die „self fulfilling prophecy“ – frei nach dem Motto, wenn ich es mir schon selbst nicht zu traue oder eingestehe oder gönne, dann kann es ja eigentlich auch nicht eintreten.

Ich bin im Gesamten sehr zufrieden und kann das Buch nur weiter empfehlen!

Ich will mich ja selbst lieben… (Ina Rudolph)

Das Buch

Autorin: Ina Rudolph
Taschenbuch: 256
Verlag: Goldmann Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3442222070
Genre: Ratgeber, Psychologie
Kosten Taschenbuch/eBook: 14,00€/10,99€
hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurzmeinung:

Ein Buch über die Selbstfindung und Selbstakzeptanz, das zwar eine gute Idee verfolgt, aber nur einen einzigen Ansatz verdeutlicht.

Klappentext:

Nein, ich muss mich nicht ändern!

Ist Selbstliebe anstrengend? Muss man dafür diszipliniert sein? Üben? Sich beherrschen? Und bin ich jemand anderes, wenn ich mich ändere? Eines vorweg: Ändern muss ich mich nicht, aber sich Fragen stellen, das macht Sinn. Und am besten die vier „The Work“-Fragen von Byron Katie. Mit deren Methode im Gepäck hat sich die sympathische Autorin auf den Weg gemacht, um in vielen beispielhaften Geschichten und Episoden aus ihrem Alltag und ihrer Erfahrung als Coach eine Antwort auf die zentrale Frage „Wie geht Selbstliebe?“ zu finden. Unterhaltsam geschrieben und mit charmanten Illustrationen wird die Ichfindung zur kurzweiligen Lektüre.

Informationen zum Autor:

Ina Rudolph liebt Geschichten.
Schon mit sechzehn Jahren studierte sie Schauspiel an der rennommierten Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin und spielte in zahlreichen Fernsehfilmen große Rollen.
Mit dreißig begann sie zu schreiben. Erst Kurzgeschichten, dann einen Roman.
In der zweiten Hälfte ihres Lebens, wie sie selber sagt, widmet sie sich den Geschichten, die wir uns jeden Tag erzählen. Besonders den stressigen, die uns das Leben vermiesen. Diese Geschichten hinterfragt sie in Coachings und Seminaren, bis sie sich auflösen. Mit den stressigen Geschichten verschwinden auch die stressigen Gefühle und das Leben ist wieder schön. (Quelle: amazon)

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Jeder von uns – auch wenn es die meisten nicht zugeben – hat irgendwas an sich selbst auszusetzen. So auch ich. Ich war auf der Suche nach Ratgebern, die einem helfen, nicht immer alles persönlich zu nehmen und vorallem sich selbst so gut zu finden wie man ist, auch wenn es andere nicht machen…

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Grundidee hinter dem Buch ist „The Work“. Ich finde die Idee, sich zu fragen, was wäre, wenn ich das jetzt nicht schlecht oder ungünstig oder doof finden würde, gut. Man versetzt sich selbst gedanklich in eine andere Ausgangsposition, die hilft, sich selbst mehr und mehr gut zu finden.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Doch leider ist das auch der Ansatz, der ausschließlich in diesem Buch verfolgt wird. Es wird immer ein und derselbe Gedankenansatz nachverfolgt. Das mag funktionieren, wenn man sich immer in diese Gedanken hineinfinden kann, jedoch ist das meiner Meinung nach nicht die Allgemeinlösung für alles. Somit war ich ein wenig unzufrieden, dass man eben nur eine Idee verfolgt und nicht mehrere.

Zum Inhalt:

Das Buch beschreibt für viele verschiedene kleine Fälle, die aus dem Alltag kommen, wie man nach „The Work“ vorgeht. Man findet sich definitiv in einigen Situationen wieder. Mal mehr und mal weniger. Der Ansatz wird jedes Mal durchgekaut und von Anfang bis Ende verfolgt, sodass die dargestellten Personen am Ende positiv aus den Situationen heraustreten können.

Schlussworte:

Ich war leider enttäuscht von dem Buch, da ich mir definitiv mehr als nur einen Ansatz erhofft hatte. Man kann mit einer Idee nicht das ganze Leben füllen, so meine junge Erfahrung und meine Meinung. Daher nehme ich das Buch und die Idee dahinter als Anfang einer noch nicht abgeschlossenen Reise zur Psychologie meinerselbst und zum Erkennen von Problemen und Mustern, die wir Menschen uns selbst auferlegen.

Bewertung

Beispiele * * * / 5
Ideen * / 5
Anwendbarkeit  * * / 5

Gesamt * * / 5