Ich soll nicht lügen (Sarah J. Naughton)

Das Buch

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3548289182
Genre: Krimi, Thriller, Psychothriller
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurzmeinung:

Sehr packend, man rätselt bis zum Ende, wer nun die Wahrheit sagt und wer lügt. Jedoch mir ein bisschen zu verworren.

Klappentext:

Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? »Er war die Liebe meines Lebens.« »Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?« »Er war depressiv und wollte sich umbringen.« »Mein Bruder hatte keine Depressionen.« »Er ist einfach gesprungen.« »Und wenn ihn jemand gestoßen hat?« »Ich bin die Liebe seines Lebens.« »Bist du seine Mörderin?« Mags‘ Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum? Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von „Girl on the Train“ und „Die Witwe“.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Da ich neben der ganzen Jugendbuchlektüre und den Fantasyromanen auch mal etwas brauche, das abhärtet, kommt so ein Krimi gerade recht. Ebenso weiß ich als Fan von Fitzek sehr wohl einen Psychothriller zu würdigen und zu schätzen. Es war eben genau mein Fall! Danke an netgalley für das Exemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Durch die einzelnen Perspektiven der beiden Frauen Mags und Jody, sieht man das Leben unterschiedlich. Das unterstreicht nochmal deutlich, dass es nicht “die eine Wahrheit” gibt. Ein weiterer Pluspunkt war definitiv, dass man bis zum Ende nicht wusste, wer nun die Wahrheit sagt und wer tatsächlich der Täter ist. Man denkt, es zwischendurch zu wissen, doch überrascht die Story einen am Ende dann doch.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es zum Teil leider ziemlich verzwickt und verworren, was mir das ganze ein bisschen verdorben hat. Es hat dem Buch ein wenig die Glaubwürdigkeit genommen.

Zu den Hauptcharakteren (meiner Meinung nach):

Mags: Obwohl ihr Bruder fast gestorben ist, merkt man ihr die Gefühlskälte, die zwischen den beiden herrschte, an. Sie erfüllt zu Beginn der Reise nur ihre Pflicht als Schwester und nächste Angehörige. Doch im Laufe der Geschichte, möchte sie nun auch aus Liebe wissen, wer ihrem Bruder das angetan hat. Sie ermittelt auf eigene Faust und hüpft von einem Verdächtigen zum Nächsten, doch auch sie selbst findet den Täter nicht ohne Hilfe.
Jody: Als das psychisch verwirrte und sexuell missbrauchte Mädchen, wird Jody – auch von mir – in eine Ecke geschoben. Man denkt, sie wisse nicht mehr wirklich was passiert und sie könne so auch nicht zwischen Wirklichkeit und ihrer eigenen Fiktion unterscheiden. Doch wie es sich im Laufe der Geschichte herausstellt, kann sie sehr wohl lügen, als auch die Wahrheit sagen, das macht es natürlich der Polizei und auch Mags schwer, den wahren Täter zu finden.
Mira: Als die muslimische Nachbarin, steht sie erst einmal hinter ihrem Mann, auch wenn sie versucht Mags ein paar heimliche Tipps zukommen zu lassen, so traut sie sich doch nicht wirklich ihrem Mann entgegen zu treten und offensichtlich zu helfen. Im Laufe der Geschichte jedoch merkt auch sie, dass sie eine starke, eigenständige Frau ist und auch so handeln kann.

Zusammengefasst:

Der Krimi hat alles beinhaltet, was einen guten Krimi ausmacht. Er war spannend, man kannte den Täter nicht schon zu Beginn. Der Leser hatte selbst Verdachtsmomente und musste dann enttäuscht feststellen, dass der Verdacht leider im Leeren verläuft.
Ein klein bisschen realistischer, dann hätte ich dem Buch auch gute vier Sterne gegeben, so leider nur drei.

Bewertung

Handlung * * * / 5
Thema * * * / 5
Spannung * * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * / 5

Wenn du stirbst,… (Lauren Oliver)

Das Buch

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Carlsen (15. März 2013)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Before I fall
ISBN: 978-3551312006
Genre: Jugendbuch, Liebesroman

Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de, carlsen

Kurzmeinung:

Eine bewegende Geschichte über sieben letzte Tage im Leben einer fast normalen Jugendlichen, die deren Leben und das der anderen verändern.

Klappentext:

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Bisher habe ich nur gutes davon gehört und bin auch gespannt auf die mittlerweile filmische Umsetzung davon. Lauren Oliver hatte mich bisher mit der Delirium-Trilogie ziemlich begeistert, welches ich vor knapp einem Jahr gelesen habe. Danke an Carlsen für das Leseexemplar, ich habe mich sehr gefreut.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte beschreibt schön, wie sehr wir und andere von unserem Verhalten und der Umwelt beeinflusst werden. Man sieht genau, wie sehr Sam manchmal selbst daneben greift und damit andere verletzt. Doch im Laufe der Geschichte merkt man auch, dass sie bereit ist, aus ihren Fehlern zu lernen & das ist, wie ich finde, die wichtigste Lektion im Leben!

Zu den Charakteren:

Sam: Ich kann sie leider nicht direkt beschreiben, denn an jedem Tag wird sie mehr und mehr jemand anders. Sie lernt, dass sie Dinge anders machen muss, um Leben zu retten und zu verschönern. Sie merkt, dass man manchmal Dinge riskieren muss, um zu leben und auch zu erleben. Sie testet ihre Grenzen aus und stellt am Ende fest, wer ihr tatsächlich und wahrhaftig so wichtig war, dass sie den letzten Tag mit eben jenen Personen verbringen möchte.

Zusammengefasst:

Das Buch war für mich eine sehr bewegende Geschichte, die zum Einen erzählt, wie schön es sein kann, sich für andere zu interessieren und dabei die eigenen Interessen nicht aus den Augen zu verlieren und zum Anderen auch zeigt, wie beeinflusst wir selbst von unserer Umwelt sind. Auch verdeutlicht die Geschichte gut, wie schnell das Leben leider vorbei sein kann. Die Umsetzung ist super, emotional und kurzweilig. Ich kann euch das Buch daher echt nur empfehlen!

Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Thema * * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * * / 5

Gesamt * * * * / 5

The hate u give (Angie Thomas)

Das Buch

Gebunden: 512 Seiten
Verlag: cbt (24. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The hate u give
ISBN: 978-3570164822
Genre: Jugendbuch, Gesellschaftskritik

Hier erhältlich: amazon*

Kurzmeinung:

Der Roman spricht ein wichtiges und leider auch immer noch präsentes Thema an: Rassismus und Diskriminierung. Die Geschichte, die sich darum spannt ist eine traurige und zugleich auch bewegende. Die Jugendlichen erleben genau den Bullshit, der sie später mal zu den Menschen machen wird, die sie nicht sein wollen…

Klappentext:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich hatte bisher nur wahnsinnig gute und echt überzeugende Meinungen zu diesem Buch gehört. Jeder, der es bis dato gelesen hatte, schwärmte davon. Danke an das Bloggerportal für das Exemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Positiv aufgefallen ist mir, dass Angie Thomas sehr gut darstellt, wie einzelne Aspekte eines Lebens oder einer uns wichtigen Person einen Einfluss auf unsere Entscheidungen und letztendlich auch unser Verhalten haben.
Sie kritisiert fiktiv, wie die Gesellschaft – gerade in Amerika – mit Schwarzen und anderen Minderheiten umgeht und wie wenig Rücksicht sich doch tatsächlich in der Politik und auch in der Rechtsgewalt (Polizei, Staatsanwaltschaft, etc.) widerspiegelt.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die Geschichte an sich war leider etwas zäh, mir haben definitiv ein paar Spannungshöhepunkte gefehlt, die mich etwas mehr motiviert hätten, die Geschichte schneller und intensiver zu lesen.

Zum Thema:

Das Thema Rassismus ist leider omnipräsent, sowohl in Europa, Deutschland, sowie auch in Amerika. Dort sogar noch mehr als hier bei uns. Doch leider haben solche Geschichten auch immer zwei Seiten. Klar, wenn man nun die Story um Khalil und Starr liest, ist man sofort und hier auch zu Recht auf der Seite der Schwarzen. Doch leider haben solche Vorfälle nicht immer eine so genaue Trennung zwischen Opfer und Täter. Ich finde es somit also sehr schwierig, dieses Thema wirklich aufzuarbeiten, gerade im Jugendbuchbereich. Klar, man sieht und hört sehr oft im Fernsehen oder Radio, dass wieder ein weißer Polizist einen schwarzen Unschuldigen erschossen hat, doch leider weiß man als Außenstehender selten die wirklichen Zusammenhänge, den wirklichen Wortlaut eines Gesprächs und und und.

Da ist es meiner Meinung nach echt schwer einen guten kritischen Roman zu verfassen, der sich nicht automatisch auf eine Seite stellt und die andere verteufelt.

Zusammengefasst:

Das Buch rüttelt auf jeden Fall einiges auf, was man in Europa oft vergisst und eben nicht so präsent auf den Straßen miterlebt. Jedoch muss man bei diesem Thema leider sehr vorsichtig sein. So ist dieser Roman meiner Meinung nach leider ein wenig einseitig und beleuchtet nicht, dass manche solcher Aktionen durchaus gerechtfertigt sein können. Der Roman strotzt nur so vor Hass und Abneigung und auch die Rebellionen sind weniger friedlich. Dennoch kann man das Buch und auch die Geschichte lesen und man wird auch mit der Story mitgezogen.

Bewertung

Handlung * * * / 5
Thema * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * / 5

Eine Prise Liebe (Kirsten Proby)

Das Buch

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: MIRA (10. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Close to you
ISBN: 978-3956497148
Genre: Gegenwartsliteratur, Erotischer Liebesroman
Hier erhältlich:

Kurze Meinung:

Seit Langem mal wieder ein Buch über das Zusammensein statt über das Zusammenkommen. Sehr schön und sehr erfrischend zu lesen!

Klappentext:

Das Restaurant Seduction ist Camis Ein und Alles. Gemeinsam mit ihren vier Freundinnen hat sie es zu einem Hotspot gemacht. Ihre ganze Leidenschaft steckt sie ins Seduction – bis ihre erste große Liebe nach Portland zurückkehrt. Seit Cami denken kann, ist sie in Landon verliebt. Als er nach seinem Highschool-Abschluss als Navy-Pilot ins Ausland ging, blieb sie mit gebrochenem Herzen zurück. Nun ist sie fest entschlossen, ihm auf keinem Fall ein zweites Mal zu verfallen. Doch Landon mit seinen starken Armen und seinem sanften Blick macht es ihr schwer zu widerstehen …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Eine Freundin von mir erwähnte, dass sie die Bücher von Kirsten Proby liebe. Der Schreibstil soll mega gut sein und auch der Inhalt. So hab ich meine Chance genutzt und bedanke mich hiermit bei Netgalley für das Exemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Ganz klar: Der Inhalt. Man liest mal nicht hunderte von Seiten, wie zwei Menschen zusammenkommen, sondern eben, wie sie zusammen sind. Was sie erleben, welche Höhen und Tiefen sie durchschreiten.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Eigentlich kann ich hier nichts einfügen!

Zu den Charakteren:

Cami: Als kleiner Workaholic tritt Cami am Anfang der Geschichte auf. Doch sobald sie ihre Beziehung zu Landon beginnt, ist diese das Wichtigste für sie. Zwar zweifelt sie oft an Landon und seinen Absichten, doch tief in ihrem Inneren weiß sie, dass er sie liebt und nicht verlassen würde. Sie gehen gemeinsam durch die Höhen und Tiefen, die das Schicksal für sie bereithält.

Landon: Zwar gefällt ihm nicht, wie er sich von seinem Traumjob als Piloten verabschieden musste, jedoch stellt er zuhause schnell fest, wie schön das sesshaft werden mit der richtigen Person doch sein kann. Er würde für seine Cami alles, aber auch wirklich alles tun.. Manchmal sollten sich die Jungs im wahren Leben an solchen Romanhelden ein Beispiel nehmen!

Zusammengefasst:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Aufteilung der Kapitel in die Sichtweisen der beiden Protagonisten fand ich sehr schön. So konnte man in beide hineinhorchen und war von Anfang an coverliebt mit den beiden. Ich fand die Geschichte von Anfang bis Ende sehr stimmig und sie hat mich auch als Leserin positiv berührt. Es war mal abwechslungsreich nicht immer nur über die Komplikationen zu lesen, wenn Menschen zusammenkommen, sondern über die Gefühle und die Beziehung, wenn die Menschen schon zusammen sind! Eine sehr gute und sehr empfehlenswerte Sommerlektüre!

Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Romantik * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * * * / 5

Gesamt * * * * * / 5

Das Glück und wir dazwischen

Das Buch

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Diana Verlag (26. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Maybe in another life
ISBN: 978-3453291775
Genre: Liebesroman, Gegenwartsliteratur
Hier erhältlich:

Kurze Meinung:

Am Anfang war das Buch etwas zäh, dies hat sich jedoch im Laufe der Geschichte geändert. Ich konnte kaum noch das Buch aus der Hand legen.

Klappentext:

Was wäre wenn? Hannah trifft in einer Bar ihre Jugendliebe wieder. Was, wenn sie die Nacht mit Ethan verbringen würde? Ist er derjenige, nach dem sie sich schon immer sehnt? Oder sollte Hannahs Leben eigentlich ganz anders aussehen: mit Henry an ihrer Seite, der ihr nach einem schweren Unfall zeigt, was wirklich wichtig ist? Hannah befindet sich plötzlich gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Leben – aber wo wartet ihr Happy End?

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Für den Sommerurlaub am See, braucht man doch auch die passende Sommerlektüre. Und dieses Buch sah mir sehr danach aus. Danke an das Bloggerportal für das Exemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Eigentlich mag ich ja solche zweigeteilten Geschichten nicht, bei denen es mehrere potentielle Ausgänge gibt, aber hier war das genau richtig. Man konnte kapitelweise nachvollziehen, wie Hannahs Leben sich nach der einen Entscheidung verhält und wo es hinläuft.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Manchmal waren die Kapitel mir zu kurz, da wollte ich eigentlich mehr über das Leben mit der einen Entscheidung erfahren.

Zu den Charakteren:

Hannah: In beiden Erzählsträngen muss sich Hannah mit Schicksalsschlägen arrangieren. Manchmal sind sie leichter, manchmal schwerer zu überwinden und zu überstehen. Doch in beiden Teilen hat sie immer ihre beste Freundin Gabby an ihrer Seite. Sie ist quasi die Konstante in Hannahs Leben, die auch dafür sorgt, dass sie letztendlich feststellt, wo ihre Heimat ist.

Ethan: Ethan ist Teil beider Verläufe, jedoch bemüht er sich in dem einen sehr um seine erste große Jugendliebe Hannah, wobei er in dem anderen Verlauf mit einer anderen Frau glücklich wird und die beiden nur befreundet bleiben. Man merkt jedoch, dass er, egal welche Entscheidung Hannah am Anfang trifft, ein wichtiger und ebenfalls konstanter Part in ihrem Leben ist.

Henry: Auch Henry tritt in beiden Verläufen auf, jedoch bekommt auch er zwei unterschiedliche Positionen in Hannahs Leben. Sicher ist jedoch, dass er, egal, wie das Schicksal sich entscheidet, in ihr Leben tritt und sie mit seiner Zimtschneckenliebe zum Schmunzeln bringt.

Gabby: Als Hannahs beste Freundin, muss Gabby in beiden Verläufen die Schulter zum Anlehnen spielen, auch wenn sie diese dann später selbst braucht. Sie ist immer für Hannah da und liebt Hannah wie ihre Schwester. Die beiden sind unzertrennlich und auch die Jahre, die sie sich nicht gesehen haben, haben daran keinen Schaden angerichtet.

Zusammengefasst:

Am Anfang kam ich irgendwie schwer in das Buch. Ich wusste nicht so richtig, wo mich die Geschichte hinführt. Aber dann irgendwann hatte mich die Geschichte so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die beiden Teile der Geschichte haben mich berührt und sind auch beide schöne Ausgänge von Hannahs Geschichte. Ich fand den Schreibstil des Buches mitnehmend und auch angenehm. Man konnte schön in den beiden Welten verschwinden und musste sich nicht zu sehr anstrengen, Namen oder Gegebenheiten zuzuordnen! In allem ein sehr stimmiges und schönes Buch für den Sommer!

Bewertung

Handlung * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * * / 5

Gesamt * * * * / 5

Auf ewig Dein (Eva Völler)

Das Buch

Gebunden: 384 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (21. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3846600481
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Hier erhältlich:

Kurze Meinung:

Für alle die Zeitenzauber kennen eine angenehme Fortsetzung als Beginn einer neuen Reihe. Mir war es nur zu viel auf einmal und zu surreal.

Klappentext:

Willkommen in Venedig! Willkommen an der Zeitreise-Akademie! Getarnt als Theater ist dies der Ort, wo eine neue Generation von Zeitreisenden ausgebildet wird. Denn neue Abenteuer warten …

Anna und Sebastiano sind zurück! Das Traumpaar der Zeitenzauber-Trilogie ist nach vielen bestandenen Abenteuern zu Zeitreiseprofis gereift. Grund genug, um eine eigene Zeitreiseschule in Venedig zu gründen. Dem Ort, wo die Liebe und die Reisen durch die Zeit ihren Anfang fanden.
Ihre ersten beiden Novizen sind die verführerische Fatima, ein Haremsmädchen aus dem 13. Jahrhundert, und der draufgängerische Ole, Sohn eines Wikingerhäuptlings. Die erste gemeinsame Mission zum Hofe Heinrichs des Achten gerät aber zum Debakel. Anna und Sebastiano haben alle Hände voll zu tun, ihre Zöglinge zu bändigen, als ein unerwarteter Besucher aus der Zukunft auftaucht und einen grausamen Tribut von Anna fordert: »Opfere deine große Liebe, damit die Zukunft fortbestehen kann!«

Der erste Band der neuen Jugendbuch-Reihe von Eva Völler

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Als Fan der Zeitenzaubertrilogie musste ich Evas neues Werk einfach lesen. Auch das Cover war wie immer schön ansprechen. Danke an Netgalley für das Leseexemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Der Schreibstil ist wie in den anderen drei Büchern um Sebastiano und Anna wieder schön flüssig und bildbehaftet. Man kann sich sehr gut in ihre Welt in den verschiedenen Zeitaltern hineinversetzen.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die einzelnen Abenteuer lagen für mich hier zu nah aneinander und waren mir auch zum Teil zu wenig “realistisch”. Also, dass Anna wieder mal alle bösen Monster und Gegner austrickst, war mir zu viel. Das hätte man auch schön auf die folgenden Bände strecken können.

Zu den Charakteren:

Anna: Wie bereits in den Bänden vorher ist Anna weniger die Kämpferin, als die Strategin. Sie versucht alles vorher zu durchdenken und macht lieber zehn Pläne, als dass sie am Ende keinen funktionierenden hat. Sie versucht auch, wie in Zeitenzauber, alles für ihre große Liebe Sebastiano zu tun. Als Leiterin der Akademie muss sie jedoch nun auch Verantwortung für die Schüler übernehmen.

Sebastiano: Wie bereits in Zeitenzauber regelt Sebastiano das meiste im Kampf. Er versucht seinen Gegner einzuschüchtern und zu besiegen. Als dann Schwierigkeiten auftreten, ist er jedoch auch sehr emotional und versucht seine Anna zu beschützen und auch ihre Zukunft zu bewahren.

Schüler der Akademie: Die Schüler könnten nicht unterschiedlicher sein. Ole als der draufgängerische Wikinger, der heimlich in Fatima, die rebellische Sklavin, verliebt ist. Dazu kommt dann noch Walter als der gebildete Monarchensohn, der lieber liest, als zu kämpfen und wenn er doch mal kämpfen muss, dies lieber mit Worten ausfechtet.

Zusammengefasst:

Meiner Meinung nach ist zu viel in diesem Band passiert. Man weiß aus Zeitenzauber bereits, wie viele Dinge ablaufen, jedoch wissen es die “Neulinge” noch nicht. Und leider verdirbt es mir ein wenig die Freude am Lesen, wenn der Held immer gegen alle gewinnt, egal wie unwahrscheinlich ein Sieg ist…

Bewertung

Handlung * * / 5
Spannung * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * / 5

Caraval (Stephanie Garber)

Das Buch

Gebunden: 416 Seiten
Verlag: Flatiron Books (31. Januar 2017)
Sprache: Englisch
ISBN: 978-1250095251
Genre: Jugendbuch, Fantasy, Dystopie

Kurze Meinung:

Die Geschichte nimmt uns mit in eine magische Welt voller mysteriöser Zusammenhänge und einigen fairen sowie unfairen Mitspielern. An sich gut gemacht nur ein sehr offenes und unzufriedenstellendes Ende.

Klappentext:

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Das Buch war mir bereits im Januar optisch sehr positiv aufgefallen. Damals war es jedoch nur in Englisch erhältlich. Als es dann in der deutschen Übersetzung erschien, überschlugen sich die positiven Bewertungen und so hat es nun Einzug in mein Regal gefunden, jedoch in der englischen Ausgabe.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte nimmt den Leser sehr schön an die Hand. Man hat magische Begebenheiten, aber eben auch menschliche. Dies führt dazu, dass man sich sehr schön mitgenommen fühlt und auch nicht zu sehr an Welten wie Harry Potter mit dem Trimagischen Turnier oder den Tributen von Panem erinnert wird.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Es waren einige Begebenheiten dabei, die mich persönlich ziemlich verwirrt haben. Und auch zum Ende des Buches werden einige Aspekte davon nicht aufgeklärt.

Zu den Charakteren:

Scarlett: Als eine der beiden misshandelten Töchter, klammert sie sich an ihre bevorstehende Hochzeit. Zwar kennt sie ihren Verlobten noch nicht, dennoch ist sie der festen Überzeugung, dass alles besser ist, als weiter bei ihrem Vater zu bleiben. Doch dann taucht plötzlich die Einladung zu Caraval auf und Scarlett muss sich überwinden, auch mal etwas zu riskieren. Im Spiel angekommen, traut sie sich auch immer mehr zu und riskiert auch, ihr Herz zu verlieren. Doch, ob sie am Ende die richtige Entscheidung trifft…

Donnatella: Sie ist eher die rebellischere der beiden Schwestern und somit auch leichter davon zu überzeugen, die Einladungen für das diesjährige Caraval anzunehmen. Doch dann verschwindet sie und wird Teil der Spiels und wie sich später herausstellt, hängt sie noch tiefer drin, als man als Leser und auch Scarlett vermutet hätte.

Legend: Als Gastgeber der Spiele wirkt er in den ersten Erzählungen eher freundlich und gewillt, den Menschen Spaß und Freude zu bereiten. Doch leider entpuppt er sich während der Nächte als ziemlich masochistisch und weniger daran interessiert, anderen eine Freude zu bereiten. Doch am Ende erweist sich vieles als ein falscher Eindruck.

Julian: Bei Julian war ich von Anfang an zwie gespalten. Manchmal wirkte er sehr sympathisch, manchmal wie ein richtiger Haudrauf! Dennoch hatte ich auf der Insel Caraval zeitweise das Gefühl, dass er Scarletts Verlobter sein könnte..

Zusammengefasst:

Die Geschichte war spannend und hat zum Weiterlesen angeregt. Dennoch muss ich sagen, dass sie mir an manchen Stellen zu abgedreht war und auch zu verwirrend. Einige Charaktere wirken auch mehr fehl am Platz. Auch das Ende hat die offenen Fragen leider nicht geklärt, somit bin ich etwas unzufrieden.

Zusammenfassend, war das Buch aber auf jeden Fall lesenswert und macht sich auch optisch schön im Regal.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * * / 5

The final seven (Erica Spindler)

Das Buch

Taschenbuch: 408 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (1. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3741300424
Genre: Krimi,Thriller
Originaltitel: The final seven (The Lightkeepers)

Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Ein sehr schöner Beginn einer fantastischen Thriller-Serie, die für mich beide Genres schön vereint. Sehr gelungen.

Klappentext:

Der Countdown hat begonnen …

New Orleans Detective Michaela Dare ist diszipliniert und zielstrebig. Sie braucht keinen neuen Partner – schon gar nicht Zach „Hollywood“ Harris, den respektlosen Charmeur und Draufgänger, der ihr vom FBI vorgesetzt wird. Obendrein soll ihre Aufgabe darin bestehen, Zachs Bodyguard zu spielen, während er die Bösen jagt. Doch Micki stellt bald fest, dass ihr Partner mehr draufhat als ein verschmitztes Lächeln – und dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die nur Zachs spezielle Fähigkeiten aufhalten können …

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich habe momentan große Lust auf Krimis und Thriller. Wenn das Buch dazu dann noch eine mystische Komponente hat, dann ist das umso besser. Auch mag ich es, wenn Krimis mehrere Teile haben, sodass man nicht nach einem Buch schon wieder alles weiß, das erhält ein wenig die Spannung.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Mischung aus Fantasy, dem Übermenschlichen und normalen amerikanischen Thriller war einfach super gelungen. Ich hab mich in keiner Minute gelangweilt, hab es nie übertrieben gefunden, denn es war eine schöne Kombination. Auch die Kombination der beiden unterschiedlichen Protagonisten ist super.

Der Schreibstil dazu war angenehm flink zu lesen, denn Erica Spindler nimmt einen klasse mit in ihre Welt der Lightkeeper.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich kann eigentlich dazu nichts sagen, nur, dass mir Parker als Charakter nicht gefällt.

Zu den Charakteren:

Mick: Mick zeigt bereits am Anfang sehr, dass sie nach außen hin ziemlich tough ist. Sie lässt nicht so einfach alles mit sich machen und weiß sich sehr wohl zu wehren. Das merkt dann auch ihr Chef und auch der neue Partner Zach. Mick glaubt auch nicht so wirklich an den ganzen übernatürlichen Quatsch, das führt natürlich zu einigen kleinen Problemchen in der Fallaufklärung. Kriminalistisch gesehen könnte Mick ein wenig sanfter und überlegter vorgehen, um nicht immer gleich alles zu überstürzen, aber da nehmen die beiden Partner sich wenig.

Zach: Als der übernatürliche Part muss er sich von Anfang an gegen Micks Misstrauen behaupten. Er versucht dies, indem er im Alleingang einige Dinge lösen möchte, bringt sich jedoch damit meist unnötig in Gefahr, sodass Mick ihn am Ende wieder retten muss. Er versucht in der gesamten Geschichte Mick davon zu überzeugen, dass das alles leider wahr ist, was ihm mehr schlecht als recht gelingt. Dann spielt auch noch sein “Freund” Parker miese Spielchen mit den beiden, was die ganze Geschichte nicht wirklich erleichtert.

Parker: Parker war mir von Anfang an ein wenig suspekt. Er hält sich viel zu bedeckt, als dass er den beiden oder vorrangig Zach damit hilft. Wie sich herausstellt, verschweigt er den beiden auch noch das aller wichtigste, was mein Vertrauen und auch das von Zach schwer enttäuscht hat.

Zusammengefasst:

Dieser Reihenstart hat für mich alles, was es braucht, damit mein Interesse und meine Spannung auf den zweiten Band da sind. Der Krimi ist spannend, man weiß zwar bereits zeitig “wer” der Täter ist, aber noch nicht, wo die Opfer sind und wie sie diese befreien können. Auch zum Ende des Buches hin ist noch so vieles offen, dass ich ganz gespannt auf den zweiten Teil warte. Für alle Fans der leichten Romanze: Es sieht am Ende so aus, als würde da bei Zach und Mick vielleicht noch was passieren – vermutlich dann in den Folgebänden.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Bruderlüge (Kristina Ohlsson)

Das Buch

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Limes Verlag (13. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3809026679
Genre: Krimi, Schwedenkrimi
Originaltitel: Mios Blues

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Ein sehr schöner zweiter und abschließender Teil zu der Geschichte um Martin Benner. Jedoch mir am Ende zu abwegig. Schade.

Klappentext:

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Schwesterherz hatte mich sofort total in den Bann gezogen und so wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Martin und der Suche nach Mio weitergeht.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Charaktere sind immer noch genauso wie sie im ersten Band waren. Man kann sich wieder sehr schnell in die Geschichte finden und ist bei den Namen auch sofort im Bilde, wer nun wer war und ist.
Auch die Interviews sind weiterhin im neuen Band enthalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die Geschichte war am Ende so verzwickt. Es war so durcheinander und so viele Hände, die am selben Strang ziehen, dass mir das Szenario dann doch viel zu unrealistisch und auch ein wenig zu hanebüchen vorkam.

Zu den Charakteren:

Martin: Wie bereits im ersten Band handelt er selten wohlüberlegt und begibt damit sich und sein Umfeld öfter als notwendig in Gefahr. Auch ist er immer noch der Draufgänger aus dem ersten Buch, keine Beziehung, nur Sex und ab und zu Geborgenheit. Die Interviews verlaufen wieder ähnlich zu “Schwesterherz” nur macht Martin diesmal bei Weitem mehr Andeutungen und gerät deutlich häufiger in große Schwierigkeiten.

Lucy: Als fester Bestandteil von Belles Leben, ist sie auch weiterhin Teil von Martins Leben. Und so kommt es irgendwann, dass sie alles mit ausbaden muss, was er anzettelt. Sie leidet sehr darunter und man merkt, dass sie anfängt an dem zu zweifeln, was zwischen Martin und ihr ist.

Didrick: Als Polizist ist er natürlich gewillt, dass Recht geschieht. Doch wenn man nun bedenkt, dass er zu großen Teilen persönlich und auch emotional eingebunden ist, so verzeiht man ihm doch manche Schritte, doch einige sind auch unter den Aspekten unverzeihlich, sodass er mir am Ende sehr zuwider war.

Lucifer: Wie nachtragend und wie unmenschlich kann ein Mensch nur sein. Lucifer verkörpert für mich all das, was ich hoffe niemals persönlich an einem Menschen zu erkennen. Ich glaube ich hätte an Martins Stelle versucht ihm ein für alle Mal wirklich die Lichter auszuschalten, nachdem er dafür sorgte, dass die Mutter seines Sohnes so bestraft wird für etwas, das sie gar nicht zu verantworten hatte.

Zusammengefasst:

Als Abschluss des Zweiteilers ist das Buch auf jeden Fall gelungen. Schade nur, dass Kristina das Niveau des ersten Bandes nicht gehalten hat. Am Ende war die Sache dann doch verwickelter, als für mich schön gewesen wäre. Dennoch werde ich die Bücher gerne nochmal in die Hand nehmen – vielleicht nicht morgen, aber bestimmt in ein paar Monaten 😉

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Ich und die Heartbreakers (Ali Novak)

Das Buch

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: cbt (13. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570311172
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Originaltitel: The heartbreakers

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Das Buch war für mich eine super locker flockige Ablenkung zu dem aktuellen Unistress. Ich hab mit dem Buch angefangen und hab mit der letzten Seite am gleichen Tag aufgehört. 🙂

Klappentext:

Stella tut alles für ihre kranke Schwester. Sogar bis nach Chicago fahren und sich stundenlang die Füße platt stehen, um ein Autogramm von Caras Lieblings-Boygroup zu ergattern, den Heartbreakers. Würg! Aber da muss Stella durch – ihr Geburtstagsgeschenk für Cara soll so richtig krachen. Kurioserweise läuft es dann komplett anders als gedacht: Stella kommt nicht nur mit einem Autogramm zurück, sondern verliebt bis über beide Ohren. In wen? OMG! In DEN Oliver Perry von den Heartbreakers! Aber darf Stella das? Flirten, Glücklichsein und mit der Band abhängen – während ihre Schwester daheim ums Leben kämpft?

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich hatte bereits im Vorhinein mit dem Buch “Ich und die Walter Boys” geliebäugelt, jedoch war ich mir damals nicht sicher, ob es nicht zu kitschig wird. Jedoch hab ich mir nun gedacht, ich probier es einfach mal aus.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte ist zwar jugendlich und leicht, jedoch nie langweilig oder zu naiv. Ich finde die Aufmachung sehr gelungen. Sie beinhaltet sowohl leichte Passagen, als auch Passagen, die dem Leser doch einen tieferen Sinn vermitteln können.
Die Charaktere sind unterschiedlich und versuchen sich nicht extra zu verbiegen, wie in vielen anderen Liebesromanen. Ich fand es auch schön zu sehen, wie die Perspektive der Berühmtheit geschildert wird. Auch die Groupie-Aspekte waren schön dargestellt.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es am Anfang etwas “nervig”, dass schon wieder eine Krebsgeschichte geschrieben wurde. Jedoch hat sich die Meinung bald gelegt, denn darum geht es in diesem Buch nun wirklich nicht.

Zu den Charakteren:

Cara & Drew: Als die andere “Hälfte” der Drillinge, haben es die beiden mit Stella nicht leicht. Drew nicht, weil er der einzige Mann ist und mit zwei Schwestern leben muss. Cara nicht, da sie sich mit dem Krebs herumschlägt. Was die beiden jedoch verbindet, ist der Wunsch, dass Stella auch wieder ihr Leben lebt und glücklich wird.

Stella: Als Stella erfährt, dass ihre Schwester Krebs hat, stellt sie ihr gesamtes Leben hinten an. Als sie dann in einem Cafe auf Oliver trifft, versteht sie sich sofort super mit ihm. Was sie nicht weiß, ist, dass er Teil der momentan beliebtesten Boyband ist. Sie weigert sich nun erstmal ihn wirklich näher kennen zu lernen, doch irgendwann siegt die anfängliche Neugier aus dem Cafe. Auch steht sie im Laufe der Geschichte oft vor der Wahl, ob sie nun sich selbst oder ihre Schwester in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen soll. Sie versteckt sich häufig hinter der Krankheit ihrer Schwester um keine Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen tragen zu müssen.

Oliver: Als er in dem Cafe auf Stella trifft, ist sie ihm sofort sympathisch. Endlich jemand, dem sein Erfolg “egal” ist. Jemand, der ihn um seines Charakters willen mag und interessant findet. Doch dann steht er vor der Wahl, Groupie, Band oder Stella. Er versucht alles, um seine neu gewonnene Liebe nicht wieder zu verlieren.

Meine Lieblingsstelle:

Als Oliver bei dem letzten Konzert das Lied “Astrophil” spielt und nur Stella wirklich weiß, was und wer gemeint ist.

Zusammengefasst:

Eine super Lektüre für den Sommer, sie erfrischt einfach mal eben von innen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und werde mir zeitnah auch noch Novaks anderen Roman kaufen. Ich hoffe, dass dieser dann genauso schön und leicht zu lesen ist, wie dieser hier.

Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Romantik * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * * */ 5

Gesamt * * * * */ 5