Bruderlüge (Kristina Ohlsson)

Das Buch

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Limes Verlag (13. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3809026679
Genre: Krimi, Schwedenkrimi
Originaltitel: Mios Blues

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Ein sehr schöner zweiter und abschließender Teil zu der Geschichte um Martin Benner. Jedoch mir am Ende zu abwegig. Schade.

Klappentext:

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Schwesterherz hatte mich sofort total in den Bann gezogen und so wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Martin und der Suche nach Mio weitergeht.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Charaktere sind immer noch genauso wie sie im ersten Band waren. Man kann sich wieder sehr schnell in die Geschichte finden und ist bei den Namen auch sofort im Bilde, wer nun wer war und ist.
Auch die Interviews sind weiterhin im neuen Band enthalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die Geschichte war am Ende so verzwickt. Es war so durcheinander und so viele Hände, die am selben Strang ziehen, dass mir das Szenario dann doch viel zu unrealistisch und auch ein wenig zu hanebüchen vorkam.

Zu den Charakteren:

Martin: Wie bereits im ersten Band handelt er selten wohlüberlegt und begibt damit sich und sein Umfeld öfter als notwendig in Gefahr. Auch ist er immer noch der Draufgänger aus dem ersten Buch, keine Beziehung, nur Sex und ab und zu Geborgenheit. Die Interviews verlaufen wieder ähnlich zu “Schwesterherz” nur macht Martin diesmal bei Weitem mehr Andeutungen und gerät deutlich häufiger in große Schwierigkeiten.

Lucy: Als fester Bestandteil von Belles Leben, ist sie auch weiterhin Teil von Martins Leben. Und so kommt es irgendwann, dass sie alles mit ausbaden muss, was er anzettelt. Sie leidet sehr darunter und man merkt, dass sie anfängt an dem zu zweifeln, was zwischen Martin und ihr ist.

Didrick: Als Polizist ist er natürlich gewillt, dass Recht geschieht. Doch wenn man nun bedenkt, dass er zu großen Teilen persönlich und auch emotional eingebunden ist, so verzeiht man ihm doch manche Schritte, doch einige sind auch unter den Aspekten unverzeihlich, sodass er mir am Ende sehr zuwider war.

Lucifer: Wie nachtragend und wie unmenschlich kann ein Mensch nur sein. Lucifer verkörpert für mich all das, was ich hoffe niemals persönlich an einem Menschen zu erkennen. Ich glaube ich hätte an Martins Stelle versucht ihm ein für alle Mal wirklich die Lichter auszuschalten, nachdem er dafür sorgte, dass die Mutter seines Sohnes so bestraft wird für etwas, das sie gar nicht zu verantworten hatte.

Zusammengefasst:

Als Abschluss des Zweiteilers ist das Buch auf jeden Fall gelungen. Schade nur, dass Kristina das Niveau des ersten Bandes nicht gehalten hat. Am Ende war die Sache dann doch verwickelter, als für mich schön gewesen wäre. Dennoch werde ich die Bücher gerne nochmal in die Hand nehmen – vielleicht nicht morgen, aber bestimmt in ein paar Monaten 😉

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Ich und die Heartbreakers (Ali Novak)

Das Buch

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: cbt (13. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570311172
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Originaltitel: The heartbreakers

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Das Buch war für mich eine super locker flockige Ablenkung zu dem aktuellen Unistress. Ich hab mit dem Buch angefangen und hab mit der letzten Seite am gleichen Tag aufgehört. 🙂

Klappentext:

Stella tut alles für ihre kranke Schwester. Sogar bis nach Chicago fahren und sich stundenlang die Füße platt stehen, um ein Autogramm von Caras Lieblings-Boygroup zu ergattern, den Heartbreakers. Würg! Aber da muss Stella durch – ihr Geburtstagsgeschenk für Cara soll so richtig krachen. Kurioserweise läuft es dann komplett anders als gedacht: Stella kommt nicht nur mit einem Autogramm zurück, sondern verliebt bis über beide Ohren. In wen? OMG! In DEN Oliver Perry von den Heartbreakers! Aber darf Stella das? Flirten, Glücklichsein und mit der Band abhängen – während ihre Schwester daheim ums Leben kämpft?

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Ich hatte bereits im Vorhinein mit dem Buch “Ich und die Walter Boys” geliebäugelt, jedoch war ich mir damals nicht sicher, ob es nicht zu kitschig wird. Jedoch hab ich mir nun gedacht, ich probier es einfach mal aus.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte ist zwar jugendlich und leicht, jedoch nie langweilig oder zu naiv. Ich finde die Aufmachung sehr gelungen. Sie beinhaltet sowohl leichte Passagen, als auch Passagen, die dem Leser doch einen tieferen Sinn vermitteln können.
Die Charaktere sind unterschiedlich und versuchen sich nicht extra zu verbiegen, wie in vielen anderen Liebesromanen. Ich fand es auch schön zu sehen, wie die Perspektive der Berühmtheit geschildert wird. Auch die Groupie-Aspekte waren schön dargestellt.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es am Anfang etwas “nervig”, dass schon wieder eine Krebsgeschichte geschrieben wurde. Jedoch hat sich die Meinung bald gelegt, denn darum geht es in diesem Buch nun wirklich nicht.

Zu den Charakteren:

Cara & Drew: Als die andere “Hälfte” der Drillinge, haben es die beiden mit Stella nicht leicht. Drew nicht, weil er der einzige Mann ist und mit zwei Schwestern leben muss. Cara nicht, da sie sich mit dem Krebs herumschlägt. Was die beiden jedoch verbindet, ist der Wunsch, dass Stella auch wieder ihr Leben lebt und glücklich wird.

Stella: Als Stella erfährt, dass ihre Schwester Krebs hat, stellt sie ihr gesamtes Leben hinten an. Als sie dann in einem Cafe auf Oliver trifft, versteht sie sich sofort super mit ihm. Was sie nicht weiß, ist, dass er Teil der momentan beliebtesten Boyband ist. Sie weigert sich nun erstmal ihn wirklich näher kennen zu lernen, doch irgendwann siegt die anfängliche Neugier aus dem Cafe. Auch steht sie im Laufe der Geschichte oft vor der Wahl, ob sie nun sich selbst oder ihre Schwester in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen soll. Sie versteckt sich häufig hinter der Krankheit ihrer Schwester um keine Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen tragen zu müssen.

Oliver: Als er in dem Cafe auf Stella trifft, ist sie ihm sofort sympathisch. Endlich jemand, dem sein Erfolg “egal” ist. Jemand, der ihn um seines Charakters willen mag und interessant findet. Doch dann steht er vor der Wahl, Groupie, Band oder Stella. Er versucht alles, um seine neu gewonnene Liebe nicht wieder zu verlieren.

Meine Lieblingsstelle:

Als Oliver bei dem letzten Konzert das Lied “Astrophil” spielt und nur Stella wirklich weiß, was und wer gemeint ist.

Zusammengefasst:

Eine super Lektüre für den Sommer, sie erfrischt einfach mal eben von innen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und werde mir zeitnah auch noch Novaks anderen Roman kaufen. Ich hoffe, dass dieser dann genauso schön und leicht zu lesen ist, wie dieser hier.

Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Romantik * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * * */ 5

Gesamt * * * * */ 5

Love & Gelato (Jenna Evans Welch)

Das Buch

Gebunden: 400 Seiten
Verlag: HarperCollins (12. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Love & Gelato
ISBN: 978-3959670913
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Sommerlektüre mit dem ein oder anderen Verbesserungspotential

Klappentext:

Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann findet sie das alte Tagebuch ihrer Mom, das von deren Zeit in Italien erzählt. Plötzlich erschließt sich Lina eine Welt aus romantischen Kunstwerken, magischen Konditoreien – und heimlichen Affären. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte und ein Geheimnis, das nicht nur ihr Leben verändern wird …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Italien, sehr schön charakterisiert. Gelato, wer liebt es nicht. Ich finde die Kulisse für die Geschichte echt gelungen, wobei der Friedhof ganz zu Beginn doch etwas verstörend war.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Lina gewinnt sehr schnell viel Vertrauen in Ren. Ich fand die Art leider etwas naiv, dass sie ihm so schnell so viel von ihrem Leben und auch ihrem Schmerz anvertraut..

Zu den Charakteren:

Lina: Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie ziemlich am Boden zerstört. Als sie dann auch noch zu ihrem Vater nach Italien ziehen soll, ist ihr das alles zu viel. Sie möchte dem ganzen Italienrummel keine Chance geben und stellt sich ziemlich quer. Doch als sie dann Ren begegnet, fängt für sie das Leben an. Denn plötzlich wollen ihre Gefühle nicht mehr so wie sie und sie muss sich ihnen beugen.

Howard: Als vermeintlicher Vater versucht Howard es Lina irgendwie recht zu machen. Er versucht sie für sich zu gewinnen und entsprechend auch ihr Vertrauen. Am Anfang noch etwas zaghaft, später traut er sich dann auch etwas mehr in Anspruchnahme zu.

Ren: Zu Beginn hat er ja noch eine Freundin, die ihn sehr vereinnahmt. Doch er verbringt immer mehr Zeit mit Lina und versucht ihr jedes Geheimnis aus der Nase zu kitzeln. Er versucht zu helfen, wo er kann und dies scheint ihm auch gut zu gelingen. Doch dann muss auch er sich eingestehen, dass er keine eindeutigen Signale gesendet hat.

Thomas: Als der Sunnyboy und das Model hat er es natürlich auch nicht leicht. Doch er verlässt sich meiner Meinung nach viel zu sehr auf sein Äußeres. Dementsprechend hat Lina die richtige Entscheidung getroffen.

Meine Lieblingsstelle:

Als Lina für die Feier das Kleid sucht. So ein Kleid sollte jeder haben.

Zusammengefasst:

Die Geschichte ist super schön leicht zu lesen. Leider war sie mir an manchen Stellen jedoch zu naiv und zu schnell, was das Vertrauen in die anderen Protagonisten anging. Auch das Ende ist etwas unbefriedigend, so weiß ich immer noch nicht, ob Matteo oder Hadley die Wahrheit gesagt haben…

Bewertung

Handlung * * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * / 5
Gestaltung * */ 5

Gesamt * * */ 5

 

 

Das Leben fällt, wohin es will (Petra Hülsmann)

Das Buch

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (26. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3404175222
Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Eine sehr schöne Geschichte über einen Schicksalsschlag, der das Leben unerwartet verändern kann.

Zitat:

Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest du besser nicht den Kopf hängen lassen.

Klappentext:

Party, Spaß und Freiheit – das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das – Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen „Chef“, den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet – zum Beispiel die Liebe …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Marie scheint zu Beginn des Buchs wenig erwachsen zu sein, doch der Wandel, den sie durchläuft, den finde ich persönlich sehr schön. Auch, wie die einzelnen Veränderungen sich so schleichend ergeben, find ich ebenfalls sehr gut – realistisch.

Und Knut, hach, ich liebe Knut, den Taxifahrer und den kurzen Bezug zu Isa und Jens – Ich mag ja einen roten Faden in Büchern und Konstanten.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich kann eigentlich keinen wirklichen negativen Punkt nennen. Vielleicht die Krankheit von Christine, aber mehr auch nicht…

Zu den Charakteren:

Marie: Zu Beginn wirkt sie sehr naiv und jugendlich. Sie feiert stundenlang – meistens bis in den Morgen hinein. Doch im Laufe der Geschichte wandelt sie sich. Viel hängt vermutlich mit der Krankheit ihrer Schwester Christine zusammen. Aber einiges liegt auch an ihr selbst. Sie versucht alte Traumata zu überwinden und über sich hinaus zu wachsen und vor Allem ihrem Vater zu gefallen. Man merkt ihr deutlich an, wie nah ihr die Dinge gehen und wie sehr sie an einigen Sachen zu knabbern hat.

Christine: Zu Beginn des Buches eröffnet sie ihrer Schwester, dass sie Krebs hat und bittet um Hilfe. Im Laufe der Geschichte leidet sie immer weiter unter der Krankheit und am Ende hat sie sogar ihre Gedanken kaum noch im Griff und wird sehr verletzend. Das war so der Moment, in dem ich sie kurz gehasst habe. Sie hat jedoch den Mumm, sich auch wieder für ihre Fehler zu entschuldigen und hat es sich somit auch bei mir nicht gänzlich versaut.

Daniel: Als Geschäftsführer auf Zeit benimmt er sich zu Beginn recht arrogant, doch man merkt sehr schnell, dass das meiste davon nur eine Fassade ist. Man merkt auch, dass hinter all dem großspurigen Gehabe ein junger Mann steckt, der verletzlich ist und der auf der Suche nach der einen großen Liebe war und vielleicht auch immer noch ist.

Herr Ahrens: Als Maries Vater und Geschäftsführer der Werft muss er natürlich dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter ihre Jobs behalten und die Firma läuft. Doch was er Marie alles an den Kopf knallt ist nicht gerade fair. Er gibt ihr nicht mit einer einzigen Minute die Chance sich zu beweisen und ihm zu zeigen, was in ihr steckt. Er hinterfragt auch nicht, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist, dass ihre letzten Jahre so aus der Bahn geraten waren. Das macht ihn mir ein wenig unsympathisch…

Marie’s Freunde: Bei den dreien geht es meist drunter und drüber. Es sind alles Partymäuse, die es sich nicht vermiesen lassen wollen zu feiern. Als dann Maries Leben zum Großteil aus Kinderhüten und Krebsbehandlungen besteht, entstehen Differenzen, die den vieren große Probleme bereiten. Auch die Beziehung von Maries bester Freundin zu Maries Gynäkologen ist da nicht gerade hilfreich.

Meine Lieblingsstelle:

Eigentlich ist das Highlight der Story Knut, doch ich muss zugeben, dass ich Maries Ausflüge auf die Blue Pearl auch sehr gut fand. Ich konnte mich super hineinversetzen und war ein wenig neidisch, dass ich gerade nicht auch auf einem schönen Holzsegelboot sitzen kann.

 

Zusammengefasst:

Das Buch ist wieder einmal ein sehr guter Roman von Frau Hülsmann. Ich wurde nicht enttäuscht und er ist genauso gut, wie “Glück ist, wenn man trotzdem liebt”, welches ich schon gelesen und auch verschenkt habe. Eine super Sommerlektüre aus Hamburg mit dem schönen norddeutschen Flair und einer Brise Meeresluft.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

Glücksgefühl (Karolin Kolbe)

Das Buch

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Planet! (20. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3522505635
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Was passiert, wenn man sich einfach mal traut, zeigt dieser schöne Jugendroman. Mir war er nur leider an manchen Stellen zu naiv und fantasiegeladen.

Klappentext:

Nike ist überglücklich, als sie an einer Schauspielschule aufgenommen wird. Denn sie liebt das Leben anderer Menschen: Sie liest die Nachrichten fremder Leute in der U-Bahn mit und versinkt in den Filmen, die sie zusammen mit ihren Freundinnen schaut. Doch als Nike Jasper begegnet, sind es auf einmal ihre eigenen Gefühle, die verrücktspielen. Und dieses Mal gibt es kein Drehbuch, das ihr verrät, ob es ein Happy End geben wird … Eine ganz besondere Liebesgeschichte!

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Das Cover und auch der Klappentext haben mich persönlich sehr angesprochen. Man hat sofort den Eindruck, dass sich hinter dem Ganzen eine stimmige Geschichte versteckt, die einen locker leicht mitnimmt und die super zum Sommer passt.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte lässt sich super schön und leicht lesen, die perfekte Lektüre für solch heiße Tage. Die Charaktere sind sehr schön dargestellt und man kann sich gerade als junger Mensch gut vorstellen, was die einzelnen Personen denken und fühlen.
Die Idee, den Traum vieler Mädchen als Storyline zu verwenden ist sowohl Segen als auch Fluch, aber so kann man / können bestimmt einige sich ein wenig mehr unter dem Stress und dem Drumherum eines Filmsets vorstellen.
Die Liebe, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt wirkt im Vergleich zu einigen anderen Geschichten echter und auch vor Allem erreichbarer.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es etwas schade, dass Nike so schnell an der Schule aufgenommen wurde und dann doch so wenig Selbstbewusstsein mitbringt. Das wirkt für mich zum Teil sehr unrealistisch – mag ja aber trotzdem durchaus möglich sein.
Auch, dass die beiden Mädchen so schnell in eine so teure Wohnung ziehen, fand ich sehr naiv, denn meistens sind die Eltern bei solchen horrenden Summen ja doch die Stimme der Vernunft.
Man hätte auch an manchen Stellen noch ein wenig mehr Gefühle ausschmücken können. Beispielsweise in dem Moment, als Nike Selma und Jasper im Flur erwischt, da hätte ich mir ein wenig mehr erhofft, auch, dass Jasper ihr vielleicht hinterherläuft (Hollywood-Feeling).

Zu den Charakteren:

Nike: Man merkt bereits zu Beginn des Buches, dass Nikes größte Leidenschaft das Schauspielern und Theaterspielen ist. Auch merkt man indirekt, wie wenig sie sich selbst respektiert bzw. schätzt, da sie schon von vornherein versucht immer das Leben der anderen Menschen um sich herum zu analysieren und nachzuspielen.
Sie wirkt in manchen Szenen dann jedoch wieder tough und mutig, andererseits gibt es auch Szenen, da wirkt sie weniger wie eine Schauspielerin. Charakterlich finde ich sie ein wenig naiv und jung, jedoch möchte sie erwachsener behandelt werden. Als Hauptprotagonistin jedoch ist sie gut gewählt.

Jasper: Der schöne junge Student, der bald seinen Abschluss macht und sich in eine der Neuen verguckt. Ein wenig Klischee, jedoch nicht schlecht umgesetzt. Die Verwirrungen und die Missverständnisse sind gut gestreut. Mir fehlt nur die meiste Zeit ein wenig mehr Initiative des jungen Mannes…

Linda: Als neue beste Freundin von Nike muss sie versuchen, Nike davon zu überzeugen, dass auch sie auf die Bühne gehört. Sie hilft ihr und ist mehr als geduldig. Sie versucht alles, damit es den beiden zusammen gut geht und das macht sie in meinen Augen zu einer schönen Nebenprotagonistin, die ich selbst auch gerne als Freundin hätte.

Meine Lieblingsstelle:

Die Szene im Park: Nike wartet auf Jasper, der mit ihr Fotos für die Komparsendatenbank machen will. Nike verliert sich mit ihren Gedanken bei einem Eichhörnchen, das über das Gras im Park und über die Bäume hopst. Ich bin ja selbst so ein Eichhörnchenfan und durfte auch in London schon mal in den Genuss kommen, eines zu streicheln.

Zusammengefasst:

Für den Sommer eine schöne, leichte Lektüre, die jedoch an manchen Ecken noch ein wenig mehr Tiefe haben könnte und auch ein wenig näher an der Realität bleiben könnte. Die Theaterszenen hätte man vielleicht auch noch ein wenig ausbauen können, aber alles in allem war ich zufrieden mit dem Buch und bedanke mich bei netgalley und dem Thienemann Verlag für das Exemplar.

Bewertung

Handlung * * * / 5
Romantik * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * */ 5

Feel again (Mona Kasten)

Das Buch

Gebunden: 480 Seiten
Verlag: LYX (26. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3736304451
Genre: Young Adult, Liebesroman
Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Ein schöner Abschluss der sehr gelungenen Roman Reihe von Mona Kasten!

Klappentext:

Er sollte nur ein Projekt sein – doch ihr Herz hat andere Pläne.

Savoyer Dixon ist jung, tough – und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich genau das Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, Single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen.

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Man hat wieder einmal eine neue Geschichte, nicht wie sonst. Es wird nichts aufgewärmt, nichts wiederholt, nichts durchgekaut. Jedes der drei Bücher war bisher eine in sich sehr stimmige Geschichte und in keiner Minute langweilig.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Dass die Reihe nun zu Ende ist. 🙁

Zu den Charakteren:

Sawyer: Nach dem Tod der Eltern hatte Sawyer kein schönes Leben, also keine schöne Kindheit. Dies hat sie sehr abgebrüht und vermutlich auch so rebellisch gemacht. Sie möchte keinen zu nah an sich heranlassen, aus Angst verletzt zu werden. Sie reagiert teilweise sehr emotionslos, aber verständlich. Man merkt auch das ganze Buch über, wie sie mit sich kämpft, aber auch, wie sie in sich reift und auch lernt, etwas zuzulassen.

Isaac: Er ist zu Beginn der liebe Freak, der irgendwie zwar Freunde hat, aber bei dem Rest nicht so gut ankommt. Er wurde bisher nur missachtet oder sogar gemobbt. Als er auf Sawyer trifft, könnten die beiden unterschiedlicher nicht sein. Wer hätte gedacht, dass er es schafft, sich anzupassen und auch, dass er versucht dennoch er selbst zu sein und das so gut hinbekommt.

Riley: Als Sawyers Schwester hatte sie es entsprechend schwer, sowohl in der Kindheit als auch danach. Denn Sawyer macht dicht. Selbst als Riley ihr von der Hochzeit erzählt, kommt keine adäquate Reaktion. Doch die Einladung der fiese Tante zur Hochzeit hätte nicht sein müssen, damit ist Riley in meinen Gedanken etwas unsympathischer geworden.

Meine Lieblingsstelle:

Ich fand die Szene gut, als Sawyer nach der ersten Nacht mit Isaac in der Küche stand und Isaacs Mitbewohner die beiden gesehen und nachts zuvor ja auch gehört hat.

Zusammengefasst:

Das Buch war super fluffig zu lesen. Die Geschichten wiederholen sich nicht, sie sind alle so unterschiedlich, dass man sie auch fast ohne Zusammenhang lesen könnte. Ich bin mit der ganzen Reihe super zufrieden und habe und werde sie auch jedem empfehlen, der auf etwas mehr Story steht, als nur “Bad Boy, Frau verliebt sich, sie streiten, versöhnen sich wieder ………” steht.

Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Romantik * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * * */ 5

Gesamt * * * * */ 5

Paris, du und ich (Adriana Popescu)

Das Buch

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: cbj (25. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570172322
Genre: Jugendbuch, Romanze
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Eine schöne jugendliche Romanze, die anders beginnt und endet als man auf den ersten Blick denkt.

Zitat:

“War es Liebe auf den ersten Blick?” […] “Nein. Es war Liebe auf jeden Blick.”

Klappentext:

Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhandengekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben?

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Ich mag es sehr, wenn Protagonisten Tagebuch schreiben. Wenn man einfach noch einmal ein wenig mehr in deren Köpfe gucken kann. Auch bin ich ein super Fan von Romanzen, die nicht nur von Anfang an super Friede-Freude-Eierkuchen vorspielen, sondern mehr das, was im wahren Leben passiert. Zusätzlich dazu waren die Sachen und auch das Verhalten der beiden Jugendlichen weder zu naiv noch zu aufgesetzt und unrealistisch.

Was ist mir negativ aufgefallen:

An manchen Stellen hat sich die Geschichte ein wenig gezogen – man hätte bei manchen Aktivitäten mehr oder schneller auf den Punkt kommen können.

Zu den Charakteren:

Emma Teichner: Gerade frisch verlassen in Paris weiß Emma nicht so richtig etwas mit sich anzufangen. Sie schließt sich in ihr Hotelzimmer und versinkt erstmal in Selbstmitleid. Erst als sie sich wieder auf die Straßen von Paris traut, trifft sie auf Vincent. Auf Grund der Vorgeschichte ist sie zögerlich, was das Vertrauen in ihn angeht, doch als etwas Zeit vergangen ist, beginnt sie ihn zu mögen und er entwickelt sich immer mehr zu ihrem Held. Das schreibt sie nebenbei als eine Art Brieftagebuch auf “Hallo Paris…”. Sie wirkt auf mich sehr reif und auch sehr bodenständig.

Vincent: Ebenfalls als Neusingle muss auch Vincent sich irgendwie alleine in Paris durchschlagen. Als Kind von Trennungseltern hat er es nicht leicht, seinem Vater zu gefallen. Er ist seinem Vater nie gut genug gewesen und nun ist auch noch die Vorzeigefreundin weg… Als er auf Emma trifft, muss auch Vincent erstmal über seinen Schatten springen.

Jean-Luc: Er verkörpert in der Geschichte den Teil der romantischen und unendlichen Liebe, die zwischen Menschen entstehen kann.

Meine Lieblingsstelle:

Sind die Stellen an denen Jean-Luc von seiner Frau berichtet. Besonders die Stelle, aus der ich mein Zitat habe. Da berichtet er davon, wie oft und wie sehr er sich in seine Frau verliebt hat.

Zusammengefasst:

Das Buch war eine locker flockige Jugendromanze, die mir Lust auf mehr macht. Ich werde versuchen noch ein paar Bücher von Adriana lesen. Sehr gute Arbeit und auf jeden Fall empfehlenswert!


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * */ 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

 

Schnee wie Asche (Sara Raasch)

Das Buch

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: cbt (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Snow like Ashes
ISBN: 978-3570173343
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Leider hatte ich mir mehr von dem Buch erwartet.

Klappentext:

Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte zieht einen in ihren Bann und man wird mitgenommen auf eine magische Reise, diesem Ziel hat, Winter wieder zu alter Macht zu verhelfen.

Auch das Ende, also der Cliffhanger, der so viel offen lässt, ist sehr positiv, denn dadurch weiß man weder, wie es weiter, noch wie es ausgeht.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich mag ja Geschichten, bei denen die Protagonisten eine Fähigkeit haben, aber irgendwie wirkt Meira so, als könne sie alles. Das macht das Ganze dann schon fast wieder unsympathisch. Zumindest für meinen Geschmack.
Auch die Szene kurz nach der Bekanntgabe, dass sie Theron heiraten soll, stößt mir leicht auf. Der Sohn des König des Rhythmuskönigreichs klingt, als kennen sich die beiden schon eine ganze Weile – nicht erst ein paar Augenblicke.

Zu den Charakteren:

Mather: Als Meiras bester Freund und Vertrauter war es für mich eine große Überraschung, dass er sie so einfach dem König verkauft. Auch, dass er diese Lüge über seine und auch Meiras Herkunft. So lange aufrechterhält, erzeugt bei mir ein negatives Bild. Leider – denn ich denke, er sollte eigentlich einer der Helden der Geschichte sein.

Sir: Als Meiras “Vater” sorgt er sich sehr um Sie und schützt sie mit seinem Leben. Auch, dass er ihr kaum Kämpfe ermöglicht bzw. erlaubt ist eine Maßnahme seinerseits um Meiras Leben zu schützen. Im Laufe der Geschichte wandelt er sich so, dass er mir sehr ans Herz gewachsen ist.

Meira: Als einziges kampferprobtes Mädchen in der Gruppe der Überlebenden hat sie es natürlich schwer, sie möchte nicht bei den anderen in den Hütten bleiben, aber Sir möchte sie nicht losschicken. Durch Mathers List beweist sie ihr Können und bringt die Magsignie von Winter zumindest zur Hälfte wieder sicher nach Hause. Sie beweist, dass sie kämpferisch einiges von ihren Brüdern gelernt hat, aber im Laufe der Geschichte zeigt sich immer mal wieder deutlicher, dass sie auch eine weibliche und gefühlvolle Seite hat. Bei der Hochzeit mit Theron fand ich sie sehr naiv, da sie ihrem eigentlichen unbekannten Mann so schnell vertraut und ihr Leben mit ihm alleine teilen will. Auch, dass sie sich und ihre Gefühle so schnell von Mather abwenden kann, fand ich persönlich sehr vorschnell. Es stellt sich heraus, dass sie diejenige ist, welche Winters Magsignie enthält, als letzte Überlebende. Denn nicht Mather ist der überlebende Säugling, sondern sie.

Theron: Als Sohn des Königs muss er sich natürlich benehmen und darf nicht aus der Reihe treten, doch als er merkt, was für ein falsches Spiel sein Vater mit Sir und seinen Leuten und auch mit Meira spielt, wird er wütend und rebelliert. Er versucht Meira zur Seite zu stehen und ihr auch seelisch näher zu kommen.

Angra: Als der Bösewicht in der Geschichte, hat er sich meine Abneigung redlich verdient. Schon alleine wie er mit seinen Gefangenen umgeht. Also sei es die Unterbringung wie Tiere in de Käfigen oder die Sklavenarbeit bei minimaler Versorgung mit Grundnahrungsmitteln.

Meine Lieblingsstelle:

Als Meira in dem Büro des Königs den Brief findet, in welchem Mather und alle anderen an Angra verkauft wurden. Man merkt in dieser Szene anhand vom Schreibstil genau, wie Meira sich fühlt und auch merkt man, wer der Beteiligten von der Sache wusste und wer nicht.

Zusammengefasst:

Ich hatte mir leider mehr von dem Buch erhofft und war sehr enttäuscht, dass es nur so wenig neues und wirklich schönes zu bieten hatte. Ich fand es übertrieben, dass ein Mädchen alleine einer Horde ausgebildeter Wachen fast ohne Kratzer entkommen konnte, dann jedoch einfach so entführt wird und sich kaum zu wehren weiß. Jedoch endet die Geschichte so offen, dass ich gerne wüsste, wie es weiter geht. 🙂


Bewertung

Handlung * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * */ 5

 

Das Herz des Verräters (Mary E. Pearson)

Das Buch

Gebunden: 528 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (26. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Heart of Betrayal
ISBN: 978-3846600429
Genre: Jugendbuch, Romantasy
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Das Buch beginnt zwar etwas zäh, doch ab der Mitte des Buches ist man wieder wie gefesselt. Ich kann Band 3 kaum erwarten.

Zitat:

Und auch wenn das Warten lange dauert, ist das Versprechen groß, dass die eine namens Jezelia kommt, deren Leben geopfert werden wird für die Hoffnung, eures zu retten.

Klappentext:

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Ab der Hälfte des Buches kam die Geschichte voll in Fahrt. Man wird mitgerissen und weiß selbst nicht, wo einen das Abenteuer hinführt und für wen es gut endet. Man weiß nicht, wer zu den Guten oder wer zu den Bösen zählt. Dadurch wird die Geschichte auch für den Leser abwechslungsreich und spannend. Man fiebert mit und rätselt selbst, wem Lia vertrauen kann und wem nicht.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die Geschichte beginnt leider etwas zäh. Bis ungefähr zur Hälfte des Buches war ich sehr enttäuscht und musste mich manchmal ein wenig zwingen weiter zu lesen.

Auch der häufige Sinneswandel von Lia ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Zu den Charakteren:

Lia: Durch die Gabe sieht sie nun ab und zu ein paar Szenen oder hört eine mahnende oder aufmunternde Stimme. Doch irgendwie weiß sie noch nicht so recht etwas damit anzufangen. Sie wirkt deutlich launischer als noch im ersten Teil der Chroniken. Auch fängt sie an, ihre Handlungen zu berechnen und sich nicht für die Herzensvariante, sondern für die Nützlichkeitsvariante zu entscheiden. Als Leser weiß man nun auch nicht, ob sie nun Kaden oder Rafe liebt – oder beide. Oder ob sie nur einen von beiden ausnutzt…

Rafe: Als Gefangener des Komizars muss er nun auch versuchen, sich seine bestmöglichen Chancen zu erarbeiten. So entsteht die Lüge, er sei nur ein Abgesandter des Prinzen. Doch um diese Lüge aufrecht zu erhalten, muss er sehr viel Geschick aufwenden. Auch ist er hin und hergerissen und weiß mit Lias Verhalten und dem andauernden Auf und Ab ihrer Gefühle nur halbwegs etwas anzufangen. Doch eines weiß er sicher: Er liebt sie.

Kaden: Als Rahtan, ein Vertrauter des Komizars ist er natürlich im Zwiespalt. Auf der einen Seite dient er Venda und vorallem seinem Retter. Auf der anderen Seite ist Lia, die ihn schon zu Beginn des Abenteuers in ihren Bann gezogen hat. Doch auch er wird von ihr verraten und verletzt und so kämpft er mit sich und seinen Gefühlen und muss sich klar werden, was er will und für wen er einstehen will.

Komizar: Als Herrscher über Venda muss er viel über sich ergehen lassen und ebenfalls gewappnet sein, dass er durch Blutzoll ausgetauscht werden kann. Er regiert grausam und link. Doch auf der anderen Seite zeigt er ab und zu – sowohl gegenüber Lia als auch gegenüber seinem Volk – eine zärtliche, gar liebevolle Seite.

Calantha: Als Bedienstete des Komizars liegt es ihr zu Beginn nicht fern, Lia das Leben zur Hölle zu machen. Sie wirft sich an den Hals von Rafe und versucht damit Lia eifersüchtig und unvorsichtig zu machen. Doch bereits ab der Hälfte der Geschichte wird klar, dass sie viel mit sich herumträgt und irgendwie gelingt es Lia, dass Calantha sich auf ihre Seite schlägt.

Meine Lieblingsstelle:

Als klar wird, wie sehr das vendische Volk bereits von Lia und ihren Andachten hält. Daran merkt man wieder einmal, wie viel Hoffnung einige durch Zuspruch und Unterstützung gewinnen.

Zusammengefasst:

Das Buch lässt sich im Vergleich zum ersten Band wirklich wieder sehen. Der Cliffhanger am Ende ist echt fies, denn nun muss ich mich tatsächlich bis Oktober gedulden. Ich denke man hätte mit einem spannenderen Beginn vielleicht noch etwas mehr herausholen können, jedoch ist das Buch ehrlich eine weitere Empfehlung wert.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * */ 5
Gestaltung * * * * */ 5

Gesamt * * * * / 5

 

Der Kuss der Lüge (Mary E. Pearson)

Das Buch

Gebunden: 560 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (16. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The kiss of deception
ISBN: 978-3846600368
Genre: Jugendbuch, Romantasy
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Start einer Chroniken-Reihe, die mich sehr in ihren Bann gezogen hat.

Klappentext:

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte beginnt damit, dass eine Zwangshochzeit gesprengt wird. Die Braut haut einfach mal ab. Das war schonmal das erste positive, das mich von dem Buch überzeugt hat. Mal nicht dieses typische Hochzeit mit dem Prinzen und dann Intrigengeplänkel.
Als nächstes war die Geschichte in drei einzelne Geschichten geteilt. Lias, die des Prinzen und die des Attentäters. Man erfährt zwar kurz darauf auch den Namen der beiden (Kaden und Rafe), doch man kann die beiden bis zum Ende nicht zuordnen.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Mir ist bisher noch nicht so ganz klar, worin Lias Gabe besteht, aber ich vermute, das klärt sich in den Folgebänden.

Zu den Charakteren:

Lia: Als Königstochter hat Lia eigentlich die Pflicht, sich zu beugen und den für sie auserwählten Prinzen zu heiraten. Doch sie rebelliert und flieht zusammen mit ihrer Zofe Pauline. Statt sich jedoch wie eine Prinzessin zu benehmen, ist sie sich auch nicht zu schade in Paulines Heimat einen Job als Kellnerin in einer Kneipe anzunehmen. Dort trifft sie dann auch auf die beiden jungen Männer Kaden und Rafe. Bereits zu Beginn wird klar, dass sie von beiden fasziniert ist, jedoch bedeutet einer der beiden Gefahr, was Lia allerdings noch nicht weiß.
Auch besitzt Lia eine Gabe, die Gabe, die alle Erstgeborenen besitzen. Doch Lia hat diese Gabe noch nie gespürt und weiß zudem nicht, wie und ob sie diese Gabe verwenden kann. Dies könnte ihr bald zum Verhängnis werden.

Pauline: Als Lias Zofe geht sie mit ihrer Prinzessin durch dick und dünn. Sie hilft, wo sie nur kann und berät und tröstet Lia bei allem, was diese zu bewältigen hat. Jedoch wird sie irgendwann von einem Soldaten schwanger und braucht nun auch Lias tröstenden Worte. Am Ende trennen sich auch unglückliche Weise die Wege der beiden.

Der Prinz: Er selbst möchte die Königstochter auch nicht heiraten, aber er ist empört, dass sie ihm mit dem Weglaufen zuvorgekommen ist. Er versucht sie nun zu finden und trifft auf seinem Weg auf den Attentäter. Die beiden kommen gemeinsam in das Gasthaus, in dem Lia nun arbeitet. Der Prinz beginnt, Lia zu mögen und vergisst, dass er sie eigentlich hassen wollte und buhlt um ihre Gunst, jedoch ohne sich zu verraten. Lia soll ihn lieben lernen, ohne sich einer Verpflichtung schuldig zu fühlen.

Der Attentäter: Er wurde von dem dritten Königreich beauftragt, dafür zu sorgen, dass die Prinzessin keinerlei Verknüpfung herstellen kann. Doch leider ist er mit sich selbst nicht einig, ob und wann und wie er Lia nun töten soll. Er kann sich nicht überwinden und so überlebt Lia bis zum Ende des Buches. Doch nun steht er vor der Wahl sie zu töten oder seinen Kameraden, die ihn drängen, eine Lüge aufzutischen und die Prinzessin lebendig – der Gabe wegen – zu dem Komizar zu bringen.

Meine Lieblingsstelle:

Ich fand die Begegnung von Lia mit ihrem Bruder im Wald sehr bewegend und für die Außenstehenden (Kaden, Rafe) sehr verwirrend. Lia war so allein (nur sie und Pauline), da tat ein wenig Familienzusammenführung sehr gut.

Zusammengefasst:

Ich bin gespannt, wo die Chroniken uns hinführen und bin erstaunt, wie gut mir bereits der erste Teil gefallen hat. Die Besonderheit, dass man bis fast zur letzten Seite nicht wusste, wer Lia nun an den Kragen will, war eine schöne Abwechslung zu den sonst so offensichtlichen Beziehungen in anderen Jugendromanen.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * */ 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * */ 5