Frühstück mit Meerblick (Debbie Johnson)

Das Buch

Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Summer at the Comfort Food Cafe
ISBN: 978-3453421981
Genre: (Jugend-)Thriller
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Wenn man morgens aufwacht, mit dem Blick auf den Strand, stellt man fest: Das Leben kann auch nach Schicksalsschlägen noch freudige Überraschungen bereithalten.

Zitat:

Kuchen ist nicht die Lösung für alles.

Klappentext:

Wenn dir ein Café nicht nur Kaffee und Kuchen serviert – sondern eine zweite Chance

Zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Mannes weiß Laura Walker, dass es nun an der Zeit für einen Neuanfang ist. Deshalb entschließt sie sich, mit ihren beiden Kindern für den Sommer von Manchester nach Dorset zu ziehen, um dort in einem Café auszuhelfen. Das malerisch gelegene Comfort Food Café und die warmherzigen Menschen, denen Laura dort tagtäglich begegnet, geben ihr die Chance, neue Freunde zu finden und zu lernen, wieder sie selbst zu sein. Und dann ist da auch noch Tierarzt Matt, der immer im passenden Moment zur Stelle zu sein scheint …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte startet unerwartet mit einem Brief an Cherie über Lauras Leben und Gefühle. Ich war positiv überrascht, dass sich der Roman nicht allzusehr auf diese Trauerschiene gestützt hat. Man hat zwar gemerkt, dass Laura die Sache noch nicht ganz verarbeitet hatte, aber sie war in der Lage auch positive Sachen zu erleben und zu initiieren. Die Geschichte hatte Höhepunkte, die ich vorher nicht ganz so erwartet hatte, beispielsweise die Glückseligkeit, die Laura erlebt, als sie Jean helfen konnte oder das Geburtstagsfest von Frank am Ende.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Es war leider schon zu Beginn des Romans klar, dass zwischen Matt und Laura etwas laufen wird. Man wusste auch schon, dass sie sich zieren wird und dass es eine Weile dauert, bis sie sich aus ihrem Gefühlsschneckenhaus bewegt.

Zu den Charakteren:

Laura: Nachdem sie zwei Jahre vor der Geschichte ihren Mann verlor, igelte sie sich ein und war traurig und depressiv. Das haben natürlich auch die Kinder gemerkt. Doch während des Sommers taut sie auf und stellt fest, dass das Leben trotz all der Ungerechtigkeit des Todes doch noch viele Freuden und Glück bereithält. Sie ist hilfsbereit und stellt schnell fest, dass es gut tut, richtige Freunde und Freundinnen zu haben. Sie taut auf und traut sich auch wieder aus ihrem Schneckenhaus heraus. Am Ende steht sie nun vor der Entscheidung, ob sie auf ihr Herz oder auf ihren Kopf hören soll…

Matt: Als der gutaussehende Arzt erfüllt Matt mal wieder alle Klischees des kitschigen Liebesromans. Doch er entpuppt sich im Laufe der Geschichte als gebrochener Mann, der versucht sich und Laura eine Chance zu geben, obwohl Laura sich ein wenig dagegen sträubt. Er lässt nichts unversucht, um ihr Herz für sich zu gewinnen.

Cherie: Die Betreiberin des Cafes hat sich zum Ziel gesetzt, dass man aus ihrem Comfort Food Cafe nur dann herausgeht, wenn es einem psychisch wieder besser geht. Sie initiiert Trostessen und versucht allen eine Stütze zu sein. Bis sie eines Tages nach einem Sturz selbst ein paar Stützen braucht. Doch auch dann noch versucht sie auch Laura zu stützen und ihr zu helfen, aus sich herauszukommen und dem Leben eine Chance zu geben.

Lizzie & Nate: Als Kinder von Laura versuchen die beiden das beste aus den Ferien zu machen. Lizzie setzt die Tradition ihres Vaters David fort und gestaltet ein Erinnerungsalbum an die Zeit an der Küste. Sie teilt dies auch auf Instagram mit der Welt. Beide versuchen ihrer Mutter zu helfen, sich dem Leben wieder zu öffnen und auch Matt eine Chance zu geben, denn sie haben festgestellt, dass sie in Dorset endlich wieder eine Mutter haben, nicht nur eine leere, traurige Hülle.

Meine Lieblingsstelle:

Als gegen Ende des Buches Lizzie und Nate auf Laura einreden und ihr klarmachen, dass sie ihre Mutter nach dem Tod von Davin vermisst haben und dass sie in diesen Ferien endlich wieder da war. Die beiden erklären ihr, dass sie nicht wollen, dass sie sich wieder einigelt, sobald sie in Manchester sind und so muss Laura nun überlegen, wo ihr Herz zuhause ist.

Zusammengefasst:

Ich war positiv überrascht von dem Buch, die Charaktere waren sehr schön gezeichnet und auch die Hintergründe der einzelnen Personen waren detailliert durchdacht. Ich fand die allgemeine Stimmung, die das Buch erzeugt hat sehr positiv und ich muss sagen, ich habe mich während des Lesens nicht einmal gelangweilt, dabei bin ich sonst nicht so der Liebesromanleser mit Ärzten in der zweiten Hauptrolle.

Danke an das Bloggerportal und Heyne für das Exemplar.


Bewertung

Handlung * * * / 5
Spannung * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * * / 5

Morgen lieb ich dich für immer (Jennifer L. Armentrout)

Das Buch

Broschiert: 544 Seiten
Verlag: cbt (13. März 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The problem with forever
ISBN: 978-3570311417
Genre: Jugendbuch, Roman, Liebesgeschichte
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Ein vorhersehbarer Roman über zwei junge Menschen, die trotz Schwierigkeiten wieder zusammenfinden.

Klappentext:

Eine Liebe so groß wie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft…

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Der Roman beschreibt gut, wie man vom grauen Mäuschen degradiert werden kann und wie schwer es ist, aus dieser Position wieder herauszukommen. Auch beschreibt er sehr gut, inwieweit uns unsere Kindheit prägen kann.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Man weiß im Grunde bereits ab den ersten Kapiteln, dass die verlorene Liebe zwischen den beiden Hauptprotagonisten wieder zurückkommt. Zwar war sie früher eher auf der Geschwisterebene, aber dennoch waren auch damals schon Gefühle da.
Auch als Mallory sich von Rider trennt, weiß man, dass sie irgendwie wieder zusammen finden. Das war mir leider alles zu offensichtlich.

Zu den Charakteren:

Mallory: Durch die Behandlung ihrer Pflegeeltern in der Kindheit traut sie sich nicht, offen zu sprechen oder gar irgendwem Kontra zu bieten. Weder ihren Eltern noch in der Schule. Doch als sie dann ihren “Bruder” Rider wiedertrifft, gibt dieser ihr den Rückhalt den sie braucht um über ihren eigenen Schatten zu springen. Ich finde, dass Mallory ihren Eltern noch viel zu viel um den Mund redet und sich eindeutig mehr trauen sollte, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten. Ich weiß, das kann zum Teil sehr schwierig sein, aber man merkt am Ende des Buches, dass sie schon gewachsen ist, was das angeht.

Rider: Er wirkt auf mich wie jemand, der nach außen hin eine harte Fassade wahrt, wohningegen er innerlich sehr zerbrechlich ist. Auch macht er den Eindruck, als traue er Mallory nicht zu, dass sie ihr Leben alleine auf die Reihe bekommt, womit er zu Anfang auch Recht haben mag. Doch am Ende stellt sich heraus, dass eher Mallory ihn stützen müsste…

Meine Lieblingsstelle:

Als Mallory sich gegen ihre Eltern auflehnt und bei einem Streitgespräch am Tisch einfach aufsteht und geht. Ich mag rebellische Charaktere und ich finde es schön, wenn in einem Roman mal innerfamiliär nicht immer eine heile Welt beschrieben wird.

Zusammengefasst:

Ich fand die Geschichte zwar schön, aber leider zu vorhersehbar. Es waren kaum Spannungshöhepunkte vorhanden, die man nicht von vornherein erwartet hatte. Ich mochte die Obsidian-Reihe sehr, aber war dann von diesem Roman doch etwas enttäuscht, daher nur 3 Sterne.


Bewertung

Handlung * * / 5
Spannung * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * / 5

Schwesterherz (Kristina Ohlsson)

Das Buch

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Limes Verlag (10. April 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Lotus Blues
ISBN: 978-3809026631
Genre: Krimi, Thriller
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Guter und spannender Start der zweiteiligen Serie mit einem super Cliffhanger.

Klappentext:

Wer war Sara Texas? Kaltblütige Serienmörderin oder unschuldiges Opfer?

Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Besonders positiv hat sich für mich die Verworrenheit der Geschichte herauskristallisiert. Man weiß auch am Ende des ersten Buches nicht, wer, warum und wie wirklich in die Geschichte verworren ist. So ist eben mal nicht von Anfang an klar, wer hinter der Geschichte steckt und man fiebert das ganze Buch über mit.
Auch gefällt mir das Prinzip mit den kurzen Interviews mit dem Journalisten Frederik sehr gut. Die lockern die Geschichte ein wenig auf und verleihen ihr nochmal ein paar zusätzliche Fragezeichen mehr.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Martins Charakter. Ich mag ja solche Frauenhelden überhaupt nicht. Aber das ist hier auch mein einziger Kritikpunkt.. Vielleicht noch, dass ich nach beenden des ersten Teils knappe 4 Wochen auf den zweiten Teil warten musste…

Zu den Charakteren:

Bobby Tell: Bobby, oder wer auch immer sich als er ausgegeben hat, wirkte für mich in den ersten Szenen wie ein aufgebrachter Bruder, der will, dass die Gerechtigkeit siegt, obgleich sie seine Schwester auch nicht wieder zurückbringen würde. Jedoch schwang von Anfang an eine leichte Skepsis mit, denn warum hat er das alles nicht schon vorher irgendwem gesagt und gezeigt, sodass man Saras Selbstmord vielleicht hätte verhindern können…

Martin Benner: Ein Frauenheld, vor dem kein Rockzipfel sicher ist. Ein Vater, der sich liebevoll um die Tochter seiner toten Schwester kümmert. Ein gebrochenes Herz, das eigentlich gerne mit Lucy zusammenleben würde. Das alles macht Martins Charakter aus.
Als “Bobby” in sein Büro kommt, möchte er den Fall zunächst ablehnen, doch dann ist er neugierig und nimmt ihn an. Er agiert im Laufe der Geschichte zum Teil sehr naiv und stürzt sich in viele Gefahren, die ihn zum Teil auch das Leben kosten könnten.
In den Interviews mit Frederik wirkt er verwirrt, erschöpft und ausgelaugt. Er hat sich mit seinen Ermittlungen übernommen und ist nun in einer super verstrickten Story gelandet, aus der er scheinbar nicht mehr rauskommt.

Sara Tell: Als junge Frau von zu Hause weggelaufen, keinen Rückhalt in der Familie, versucht die junge Sara als Au-Pair irgendwie ihr Glück. Doch sie verkehrte schon zuvor in den falschen Kreisen und ist nun Teil einer großen Drogen- und Prostitutionsmafia, ist sogar mit dem Mafia-Boss liiert. Doch all das bereitete ihr am Ende Probleme. Ihr Ende war ein Freitod, nach dem zudem auch noch ihr Sohn verschwand. Doch warum sie den Freitod wählte oder warum sie die Verbrechen zugab, die sie nicht begangen hat, das ist noch ungeklärt. Und auch wo sich ihr Sohn versteckt ist ein Rätsel, das Martin lösen möchte.

Lucy: Als Liebhaberin – oder einfach nur gute Freundin – von Martin versucht sie ihn zur Vernunft zu bringen, doch dann packt auch sie die Neugier. So stürzt auch sie sich naiv in die Nachforschungen zu Sara “Texas” Tell und bringt sich mit in Gefahr. Zudem reagiert sie eifersüchtig auf Martins Liebeleien mit anderen Frauen, obwohl sie es war, die ihn abwies.

Meine Lieblingsstelle:

Ich muss zugeben, ich fand die Stelle, an der Martins Tochter verschwand und seine Schwiegereltern in dem Haus verbrannten am Besten – nicht wegen dem Inhalt, sondern weil sie am meisten verdeutlicht hat, wie tief nun auch er in der Geschichte steckt und wie großer Gefahr er sich und seine Familie ausgesetzt hat.

Zusammengefasst:

Das Buch bildet den ersten Teil eines zweiteiligen Krimis. Ich kannte Kristina Ohlsson vorher noch nicht, doch ich hatte schon viel positives über ihre Thriller und Krimis gelesen und gehört, sodass ich das Buch mit einer gewissen Erwartungshaltung begonnen habe. Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Das Buch hat vom Anfang bis zum Ende einen Spannungsbogen, der mit dem Cliffhanger am Ende auch noch dafür sorgt, dass man das zweite Exemplar unbedingt lesen möchte.
Ich bin schon sehr gespannt und hoffe auf ein zufriedenstellendes Ende der Story.

Danke an das Bloggerportal und Limes für das Exemplar.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * * / 5

Gesamt * * * * / 5

Mängelexemplar (Sarah Kuttner)

Das Buch

Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 11 (1. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3596184941
Genre: Komödie, Roman, Gegenwartsliteratur
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Ein leicht ironischer Roman über die Traurigkeit des Lebens.

Klappentext:

»Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.«
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.
Dem Wahnwitz unserer Gegenwart gibt Sarah Kuttner eine Stimme. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von der Verlorenheit, die manches Leben heute aushalten muss.

 

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Karo verhält sich genauso unvorhergesehen, wie man es von jemandem mit einer Depression erwarten würde. Mal hü – mal hott. Und doch zieht sich immer irgendwie ein roter Faden durch ihr Leben.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Man kennt nach “Tobi Katze” eigentlich schon mit das beste Depressionsbuch. Sie ähneln einander, wie neuerdings leider alle Erotikromane irgendwie aussehen, wie Shades of Grey. Vermutlich hätte ich erst Sarahs Roman und dann Tobis lesen sollen, aber so war die Geschichte vorhersehbar und auch das Ende wenig überraschend.

Der Schreibstil war zudem phasenweise sehr anstrengend, was ich mir bei einem teils lustigen Roman jedoch nicht wünsche.

Zu den Charakteren:

Karo: Ihre Depression beherrscht ihr Leben, andauernd denkt sie daran und ist somit mehr oder weniger in ihr gefangen. Sie sollte sich meiner Meinung nach lieber auf das Leben konzentrieren und weniger darauf, dass sie eine Depression hat. Auch ihre anfängliche Beziehung deutet mehr auf ein Desaster hin als auf eine wirkliche Liebesbeziehung. Ihr Umfeld ist etwas gegensätzlich: die einen unterstützen sie sinnvoll, bei den anderen fragt man sich dann doch, ob sie vorher über ihre Aussagen und Handlungen nachgedacht haben, aber das spielt alles sehr in Karos Hände, dass sie sich vom Schicksal und von ihrem Leben vernachlässigt fühlt.

Zusammengefasst:

Das Buch war nette Unterhaltung für Zwischendurch, jedoch nichts, was ich unbedingt empfehlen würde. Die Thematik mit der Depression ist zwar nachwievor aktuell, jedoch fehlte mir so ein bisschen was neues. Schade.


Bewertung

Handlung * * * / 5
Romantik/Spannung * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * / 5

The Siren (Kiera Cass)

Das Buch

Gebunden: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (13. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Siren
ISBN: 978-3733502911
Genre: Jugendbuch, Romantasy
Hier könnt ihr es kaufen: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Eine zähe Geschichte über Liebe zwischen den Welten.

Klappentext:

Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Liebe, die trotz ihrer Unmöglichkeit zwischen Kahlen und Akinli entsteht ist grenzenlos. Sie spüren einander und fühlen, was der andere fühlt. Sie verstehen sich auf eine wunderbare Weise, die Kiera Cass mit ihrem Schreibstil auch den Leser fühlen lässt. Kahlens Gedanken und Gespräche mit dem Ozean werden schön hervorgehoben und man weiß, was in ihr vorgeht.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Die Geschichte springt zeitlich oft sehr weit in die Zukunft. Ich finde gerade in einer so schnelllebigen Zeit ist es sehr ungewöhnlich, dass Akinli immer noch an Kahlen denkt und ihr auch einfach so, ohne zu fragen immer wieder die Chance gibt, in sein Leben zu treten.

Was ich vorhin bei den positiven Aspekten erwähnt habe, waren die hervorgehobenen Gespräche mit dem Ozean. Hier gab es jedoch auch einen Kritikpunkt: Ich hatte große Schwierigkeiten bei mehreren aufeinander folgenden Sätzen aus unterschiedlichen Perspektiven (Kahlen – Ozean – Kahlen..) noch zu folgen, wer nun genau was sagt und denkt.

Zu den Charakteren:

Ozean: Die Verursacherin des ganzen Übels oder für manche auch die Lebensretterin. In meinen Augen wird sie als sehr arrogant und mitunter auch sehr vereinnahmend dargestellt. Sie wirkt sofort eifersüchtig und fordert von den Mädchen ein Leben, was derer fast unwürdig ist – denn wer möchte schon 100 Jahre ohne Schlaf und ohne mit anderen als den Schwestern kommunizieren zu dürfen führen?!

Kahlen: Sie wirkt in der ersten Hälfte des Buches sehr vorbildlich und hält sich an alle Regeln. Doch das ändert sich mit ihrer Begegnung mit Akinli. Sie verliebt sich und wie Verliebte nun mal so sind, fängt sie an nachlässig zu werden und riskiert damit auch das Leben von ihrem Schwarm. Sie versucht jedoch auch immer allen gerecht zu werden – sowohl sich selbst, dem Ozean, als auch ihren Schwestern und ist sich dabei selbst die größte Kritikerin.

Akinli: Als Lehrer an einer Schule könnte man meinen, dass Akinli schon reif und vernünftig ist, doch habe ich im Laufe des Romans eher den Eindruck erlangt, dass er sehr wagemutig ist, ihm vielleicht die Abenteuer im Job fehlen, sodass er Kahlen immer wieder die Chance gibt, auch nachdem sie wortlos für ewige Zeit verschwunden war.

Die anderen Sirenen: Als Geschwister lieben sie einander, doch könnten sie alle unterschiedlicher nicht sein. Sie stellen eine Mischung aus Draufgänger, Künstler, Denker und Einsiedler dar, doch der Ozean verbindet sie alle.

Meine Lieblingsstelle:

Als Kahlen anfängt, sich gegen den Ozean aufzulehnen und ihr wirklich ihre Meinung sagt. Ich mag solche rebellischen Charaktere.


Zusammengefasst:

Leider hat mich das Buch insgesamt nicht wirklich überzeugt. Die Zeitsprünge, dann dieses ewige Hin und Her zwischen dem Ozean und den Sirenen. Das Ende war zwar ganz schön, jedoch auch sehr vorhersehbar.

Ich hoffe, dass Selection mich da mehr überzeugen kann.


Bewertung

Handlung * */ 5
Romantik * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * / 5
Gestaltung * * / 5

Gesamt * * / 5

 

 

Der Prinz der Elfen (Holly Black)

Das Buch

Gebunden: 512 Seiten
Verlag: cbt (17. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570163153
Genre: (Jugend-)Thriller
Hier könnt ihr es kaufen: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Abgedrehte Fantasy-Romanze mit einer unerwarteten Verstrickung der einzelnen Charaktere.

Klappentext:

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Man wusste zu Beginn noch nicht, wie die Geschichte ausgeht und wer von den Protagonisten wie in die ganze Sache verstrickt war bzw. ist. Es werden außerdem schöne Szenerien erstellt, die man sich beim Lesen sehr gut vorstellen kann. Die Monster und auch der Erlkönig werden bildhaft beschrieben.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Mir war die Story aber leider ein wenig zu abgedreht. Ein Sarg, der eigentlich nicht zerstört werden kann, wurde dann doch ohne Magie geöffnet – von der Hazel, die eigentlich dem Erlkönig dient, der kein Interesse daran hatte, dass Severin befreit wird…

Zu den Charakteren:

Hazel: Hazel war selbstlos als sie dem Erlkönig sieben Jahre ihres Lebens für die musikalische Ausbildung ihres Bruders opferte, sie war kindlich und naiv und dachte, dass sie das Pfand einfach würde absitzen können. Als ihr Bruder seine Ausbildung bekam, begann sie, mit jedem Jungen zu flirten, was sie ein wenig “leicht zu haben” erscheint. Ihre Selbstlosigkeit verliert sie auch weiterhin nicht, doch begibt sie sich damit immer weiter in Gefahr. Mit Jacks Hilfe kann sie nochmal mit dem Erlkönig sprechen und stellt fest, dass sie nachts als Sir Hazel für diesen arbeitet. Sie wirkt meiner Meinung nach sehr naiv und auch ein wenig zu unüberlegt in ihren Handlungen. Auch wirkt sie zum Teil störrisch und dickköpfig.

Ben: Als Hazels Bruder versucht er von Anfang an, sie davon abzuhalten, sich da alleine hineinzustürzen. Doch als es hart auf hart kommt, ist er für seine Schwester da und unterstützt sie. Er ist sprachlos, als er erfährt, dass sie viele Gefahren für ihn und seine musikalische  Ausbildung auf sich genommen hat.

Jack: Als eigentlicher Elfensohn, ist er etwas zwiegespalten für welche Rasse sein Herz nun schlägt. Doch eines weiß  er sicher – sein Herz schlägt für Hazel. Er hilft ihr mit Tips, wie sie die mysteriösen Walnussbotschaften entschlüsseln soll.

Severin: Als gehörnter Prinz hat er seit Jahrzehnten in seinem gläsernen Sarg alles mitbekommen. So auch, dass Ben sich damals in ihn verliebt hatte. Somit wusste er, dass Ben ihm auf jeden Fall  helfen würde, wenn er ihn nur darum bitte. Und es kommt wie es kommen muss, am Ende stehen die vier nun vor dem Erlkönig und müssen die Stadt verteidigen, damit nicht noch mehr Unheil geschieht.

Erlkönig: Er versucht als Bösewicht in der Geschichte, die Stadt zu seiner zu machen. Dazu schickt er Monster aus, die die Bewohner verängstigen und sogar töten. Auch hat er die Nachthazel in seiner Gefolgschaft, doch die stellt sich am Ende gegen ihn.

Zusammengefasst:

Das Buch ist eine schöne Jugendromanze mit einem mystischen Prinzen und einem magischen Geschwisterpaar. Die Abenteuer, die die Jugendlichen erleben sind schön, jedoch für meinen Geschmack zu wenig einheitlich – Was ich damit meine? Ich finde es schöner, wenn die Fähigkeiten sich nur in eine Richtung entwickeln, und nicht  zu der Verwandlung noch die Superkraft hinzukommt. Etwas schade, denn bisher waren mir die  Bücher von Holly Black immer ein Leseschmaus..

Danke an das Bloggerportal und cbt für das Exemplar.


Bewertung

Handlung * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * / 5

Blutrosen (Monika Feth)

Das Buch

Gebunden: 512 Seiten
Verlag: cbt (17. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570163153
Genre: (Jugend-)Thriller
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

 

Kurze Meinung:

Spannender Krimi zwischen Köln und Dresden und zwischen Liebe und Fanatismus.

Zitat:

Das war der Grund dafür, dass Romy schreiben wollte. Nur das. Sie wollte mitten ins Herz der Leser treffen.

Klappentext:

Sie kann ihm nicht entkommen. Er liebt sie.

Romy ist leidenschaftlich verliebt, als eine Recherche ihr vor Augen führt, was aus Liebe werden kann: Sie begegnet der neunzehnjährigen Fleur, die sich vor ihrem Freund Mikael und seiner gefährlichen Eifersucht in ein Kölner Frauenhaus geflüchtet hat. Gerade als Fleur beginnt, sich dort sicher zu fühlen, geschieht ein Mord, und sie weiß, dass Mikael sie gefunden hat. Für Romy beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

 

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Als Dresdnerin natürlich, dass ein Teil der Geschichte mit Dresden zu tun hat. Zwar nur indirekt, jedoch kann man doch eine Verbindung spüren.

Die Geschichte behandelt ein Thema, das in Deutschland leider viel zu oft unter den Tisch gekehrt wird. Häusliche Gewalt ist für viele Frauen Alltag, jedoch für die meisten kein Thema, denn sie haben sich damit abgefunden. Monika Feth thematisiert genau das, in dem sie Romy einen Artikel über die Frauenhäuser schreiben lässt. Sie thematisiert das Stillschweigen der Bevölkerung über ein Thema, das jeden Tag aktuell ist und vermutlich auch noch bleiben wird.

Der Thriller an sich ist bis kurz vor dem Ende zwar nicht offen, was die Frage nach dem Täter angeht, aber offen in dem Sinne, dass man nicht weiß, ob Mikael nun gefasst wird oder nicht. Und wie viele Opfer dabei noch seinen Weg kreuzen.

Die Spannungskurven in dem Roman waren echt einfach sehr gut gesetzt, ich wollte persönlich das Buch ab Seite 100 nicht mehr aus der Hand legen.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Manchmal haben mir die Sprünge zwischen den Charakteren ein wenig Schwierigkeiten bereitet, da außer Romy mit ihrem Schmuddelbuch keinerlei Wechsel in der Erzählperspektive passiert.

Zu den Charakteren:

Mikael: Für mich ein absolut unakzeptabler Mensch. Wie kann jemand nur so krank im Kopf sein…?! Aber leider ist das traurige Realität. Der Charakter von Mikael wurde erstaunlich gut beschrieben und dargestellt, sodass vermutlich jeder, der nicht Masochist ist, ihn automatisch als den Bösewicht und den Buhmann der Geschichte einstuft.

Romy: Junge achtzehn und schon eine so große Verantwortung in ihrem Beruf. Man hat manchmal den Eindruck, dass ihr das über den Kopf wächst. Genauso muss sie es noch lernen, wann es für die eigene Sicherheit besser wäre, sich zurück zu ziehen und die Story Story sein zu lassen. Aber sie ist auch mutig, wie sie sich dann für Fleur einsetzt und versucht, Mikael daran zu hindern, ihr Unrecht zu tun.

Fleur: Als Mädchen aus dem schlechten Haus ist sie natürlich ziemlich geprägt. Auch, dass sie dann in die Fänge von Mikael gerät ist nicht gerade förderlich, ihren Charakter zu stärken. Dennoch schafft sie es, sich von ihm loszueisen, was in meinen Augen eine enorme Stärke und Mut beweist. Sie beweist auch, dass man trotz so schlechter Erfahrungen nicht aufgeben sollte, Menschen zu vertrauen, denn irgendwo findet sich jemand, der dem Vertrauen gerecht wird und der für einen da ist, egal was kommt.

Kommissare: Die beiden Kommissare bilden ein schönes Team, beide wirken wie die typischen Stadtpolizisten, die gerne mehr machen würden, ihnen jedoch die Hände gebunden sind. Sie weisen zudem Romy auch immer wieder auf die Gefahren hin, in die sie geraten könnte, machen es ihr aber dann im Nachhinein wiederum nicht zum Vorwurf. Und wie sollte es auch anders sein, sie sind im richtigen Moment am richtigen Ort um zu helfen und Schlimmeres zu verhindern.

Meine Lieblingsstelle:

Als Ingo zu Romy sagt: “Wenn du mich mal verlässt, nimmst du mich dann mit?” Das ist so süß und zugleich im gesamten Kontext der Geschichte so konfus und kontrastreich.

Zusammengefasst:

Das Buch hat mir super gut gefallen. Es war spannend von Anfang bis Ende. Ich habe mitgefiebert und mitgehasst. Mitgeliebt, mitgeängstigt und mitgesorgt. Ich war total in der Geschichte gefangen und das ist mir bisher nur bei Sebastian Fitzek passiert. Ein sehr großes Lob hiermit also an Monika Feth!

Danke an das Bloggerportal und cbt für das Exemplar.

 


Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * * * / 5

Gesamt * * * * * / 5

Niemand wird sie finden (Caleb Roehrig)

Das Buch

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: cbj (22. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Last seen leaving
ISBN: 978-3570173343
Genre: Jugendbuch, Krimi, Liebesgeschichte
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Wahnsinns Erstlingswerk! Ich fand das Buch spannend vom Anfang bis zum Ende.

Zitat:

Was ich gegen ihn in der Hand hatte, war ein Kartenhaus, das mit jeder Minute wackliger wurde.

Klappentext:

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist

Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und sie waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen …

Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Das Buch. Alles an dem Buch war super. Angefangen mit der Geschichte. Man weiß nichts und man ahnt vorallem auch nicht das Ende. Man wird in den einzelnen Szenen so oft in eine andere Richtung gedrängt, dass das tatsächliche Ende eine wahre Überraschung ist.
Auch sind die Charaktere so super klasse beschrieben, man fühlt mit Flynn, hasst mit ihm und liebt mit ihm. Ich konnte mich einfach super hineinversetzen und hab das Buch an einem Tag durchgelesen.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Eigentlich kann ich hier nur die zwei, drei widerlichen Charaktere anführen, aber die sind nun mal Teil einer guten Story!

Zu den Charakteren:

Flynn: Flynn wirkt auf mich mutig und zugleich auch ein wenig naiv, dass er denkt, er könne den Fall um das Verschwinden von January aufklären. Auch dass er am Anfang den Polizisten nicht alles sagt, macht ihn zumindest in den Augen der Polizei sehr verdächtig. Das Coming-Out ist mir als Leser zwar klar gewesen, da ich ja die Gedanken nachvollziehen konnte, jedoch war ich bei den Umständen dann doch etwas überrascht.

Kaz: Als Kollege und Vertrauter von January ist er für Flynn erstmal ein Gegenspieler und auf jeden Fall kein Verbündeter, als er sich jedoch auch als schwul äußert und die beiden sich anfreunden, wird er zu einer Art Freund, der Flynn unterstützt.

Mr Walker: Als Senatskandidat hat er nur eines im Sinn – seine Karriere. Das macht ihn für mich schonmal zu einem richtigen Unsympathen. Statt seine “Vaterrolle” für January einzunehmen und ein wenig mehr Mitgefühl auch mit ihrer Mutter zu haben, kümmert er sich weiterhin nur um die Karriere und was im Wahlprogramm gut aussehen könnte.

Mrs Walker: Als Mutter verfällt sie in eine menschliche Schutzhaltung und vergräbt sich tief in ihrem Kokon. Lässt nur noch den Alkohol und ab und zu Flynn an sich ran. Sie stellt auch fest, wie kalt und herzlos ihr Jonathan doch ist und wie wenig er sich doch um die wahren Gefühle von ihr kümmert.

Anson: Als drogensüchtiger Sohn von Mr Walker wird er von der Öffentlichkeit ferngehalten. Das ermöglicht ihm, sich unbehelligt daneben zu benehmen und auch beispielsweise seine Schwester zu bespannen und ihr daraus Stricke zu drehen.

Wahlberater: Für mich ist dieser Mann ein richtiger Ekel! Er bezeichnet ein verschwundenes, vielleicht totes Mädchen als Schlampe und als Hindernis im Wahlkampf. Am liebsten wäre ich in die Geschichte gehoppst und hätte ihm meine Meinung gesagt.

Cedric Hoffmann: Eieiei, mir fehlen hier für diesen “jungen” Mann fast die Worte. Man hört es ja immer wieder, dass Lehrer Schüler/Innen vergewaltigen, aber wie Caleb das hier beschreibt hat meine Wut auf den Wahlberater verrauchen lassen und stattdessen hab ich sie auf Cedric abgeladen. Auch dieses Unschuldsgehabe…

Meine Lieblingsstelle:

Als Kaz zu Flynn sagt, dass er eben nicht nur sein Kumpel sein möchte, sondern mehr. Das war irgendwie super goldig!

Zusammengefasst:

Ich kann nur sagen, das war und ist auf jeden Fall eines meiner Highlight im Jahre 2017! Und das ist erst der erste Roman, da kann ich echt nur WOW sagen. Ich hoffe ich kann noch weitere Bücher von Caleb lesen und bedanke mich ganz herzlich beim Bloggerportal und cbj für das Exemplar!


Bewertung

Handlung * * * * * / 5
Spannung * * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * */ 5
Gestaltung * * * * */ 5

Gesamt * * * * */ 5

Zorn und Morgenröte (Renée Ahdieh)

Das Buch

Gebunden: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (erschienen am 3. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3453270176
Genre: Jugendbuch, Romantasy
Hier könnt ihr es kaufen: amazon, thalia, buecher.de

 

Kurze Meinung:

Eine Geschichte aus 1001er Nacht, die Aladin und der Wunderlampe ihren Tribut zollt.

Zitat:

Einhundert Leben für das eine, das du nahmst.

Klappentext:

Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein … Und doch werden sie magisch voneinander angezogen …

Eine märchenhafte Geschichte über wahrhaft große Gefühle.

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte beinhaltet sowohl kämpferische, erotische, romantische, als auch dramatische Szenen. Man ist nicht gefangen in einer Kategorie und kommt so voll auf seine Kosten. Man fühlt die Wut und die Rachegelüste von Shazi (Sharzad) von Beginn an. Man merkt auch sehr schön, wie sich ihre Gefühle wandeln und wie sie selbst darüber überrascht und erschrocken ist.
Auch kann man anhand der Beschreibung einzelner Szenen sehr gut erkennen, wie groß der Zwiespalt auch bei Chalid ist.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Es waren erstaunlich viele Namen, die man dann den einzelnen Parteien (also Famile und Freunde Shazi oder Chalid und seine Gefolgschaft) zuordnen musste. Ich finde das immer schade, weil ich da persönlich den Überblick verliere. Ich habe lieber nur zwei drei namentlich erwähnte Personen, der Rest kann ja als “Wächter” agieren.

Zu den Charakteren:

Chalid: Sein Volk sieht in ihm den grausamen Herrscher, der die Töchter einfach aus dem Leben reißt, doch in Wahrheit würde auch er dem Spuk gerne ein Ende setzen, damit jedoch setzt er das Leben aller aufs Spiel. Im Laufe der Geschichte wandelt sich sein Charakter und er wird weicher, nicht mehr so verbittert, doch was kann er tun, um den Fluch zu brechen?

Sharzad: Shazi ist eine mutige junge Frau, die sich selbst geopfert hat, um ihre beste Freundin zu rächen. Doch sie hat bei der Rache nicht bedacht, dass der Mann der ihre Missgunst erlangte, es vielleicht schafft, dass sie Gefühle entwickelt. Sie ist verwirrt, denn eigentlich dachte sie immer sie liebe Tarik, doch was sind das dann für Gefühle gegenüber Chalid?

Despina: Sie ist die Dienerin, die Shazi im Schloss an die Seite gestellt wird. Meiner Meinung nach ist sie sehr eifersüchtig und falsch und Shazi muss gehörig aufpassen, dass sie ihr nicht zu viel verrät!

Tarik: Tarik wirkt auf mich wie ein sturer und hitzköpfiger junger Mann, der es gewohnt ist, seinen Willen durchzusetzen. Auch ist er nicht gewillt, seine Meinung zu ändern und ich bin gespannt, ob es Shazi gelingt, ihn davon zu überzeugen, dass Chalid nicht nur das Monster ist, das alle in ihm sehen. Doch macht ihr da möglicherweise Tariks Eifersucht einen Strich durch die Rechnung?

Meine Lieblingsstelle:

Eindeutig Chalids Brief an Shazi, in welchem er ihr ziemlich direkt auch seine Liebe gesteht. In dem er ihr außerdem sagt, dass sie ihn als den Mann erscheinen lässt, der er gern sein möchte. Die Liebeserklärung ist in gleichem Maße traurig und herzzerreißend wie schön.

Zusammengefasst:

Das Buch ist ein super schönes Märchen über eine Welt, die der Aladins ähnelt. Jedoch spielt er ja auch selbst mit – in den Geschichten, die Sharzad erzählt. Am Anfang wusste ich noch nicht so recht, wo mich die Geschichte hinführen will, doch mit der Zeit war ich gefangen im Zauber des Orients und wollte so schnell da nicht mehr hinaus.
Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Dilogie, der zu meinem Glück schon erschienen ist.

Ich bedanke mich hiermit bei jellybooks für das Rezensionsexemplar.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * * / 5

 

Du erinnerst mich an morgen (Katie Marsh)

Das Buch

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Diana Verlag (erschienen am 10. April 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: A life without you
ISBN: 978-3453291904
Genre: Roman, Gegenwartsliteratur, Liebesroman, Familienroman
Hier könnt ihr ihn kaufen: amazon, thalia, buecher.de

Kurzmeinung:
Wer auf ein kunterbuntes Durcheinander mit sehr viel Familiencharme steht, der ist hier richtig.

Klappentext:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

Mein Fazit

Inhalt:
Das Buch handelt von der jungen Zoe, die gerade an ihrem Hochzeitstag an nichts anderes denken wollte und sollte als an ihren zukünftigen Mann Jamie. Doch wieso sollte alles immer so verlaufen, wie erhofft. Es ereilt sie während der Vorbereitungen die Nachricht, dass ihre Mutter, mit der sie kein gutes Verhältnis hat – weshalb sie auch nicht eingeladen war – ihre Hilfe braucht.
Aus unerfindlichen Gründen kann Zoe diesmal aber nicht nein sagen und lässt prompt ihren Ehemann vor dem Altar stehen um ihre Mutter auf der Polizeiwache abzuholen. Dort angekommen, versucht sie erstmal die Wogen zu glätten und herauszufinden, was mit ihrer Mutter los ist. Diese ist sehr verwirrt und alles deutet auf eine frühe Form der Demenz bzw. Alzheimer hin.
Nun mehr alleine versucht Zoe sich ihrer Mutter wieder anzunähern und auch das Verhältnis wieder in die richtige Richtung zu lenken. Ob sie das schafft und ob sie auch ihre große Liebe Jamie davon überzeugen kann ihr eine zweite Chance zu geben.. Lest selbst.

Meine Meinung:
Persönlich fand ich das Thema sehr bewegend, da ich selbst in der Familie mit Demenz zu tun hatte. Jedoch ist die Krankheit hier nicht verschönert, sondern sehr realistisch und doch ein wenig amüsant dargestellt. (Was natürlich zumeist nur als Außenstehender so aussieht…)
Ich fand die Passagen mit den Geburtstagsbriefen von Zoes Mutter sehr schön und sehr ehrlich emotional. Man konnte gut nachvollziehen, warum sie manchmal so oder so gehandelt hatte. Es wäre natürlich für die Mutter-Tochter-Beziehung besser gewesen, wenn Zoe die Briefe bereits erhalten hätte. Das hätte ihr bestimmt geholfen, nachzuvollziehen, was genau, wann schief gelaufen ist und warum ihre Mutter so handelte.
Das Buch hat mir im Gesamten gut gefallen, war schön emotional und auch schön traurig manchmal. Jedoch gab es wie meistens am Ende einen schönen Schluss, mit dem alle Protagonisten gut leben konnten.

Ich bedanke mich hiermit beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5

Gesamt * * * * / 5