Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen (Lars Simon)

Das Buch

Feind wird Freund
Und Freund wird Feind

Autor: Lars Simon
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3423216517
Genre: Gegenwartsliteratur, Fantasy, Krimi
Kosten: 9,95 € / 7,99 €
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurzmeinung:

Humorvoll, spannend und ein wenig fantastisch zugleich. Eine schöne Mischung aus Fantasy und Krimi.

Klappentext:

Der Beginn einer fantastischen Reise … Göteborg. Im Leben des erfolgreichen jungen Unternehmensberaters Lennart Malmkvist geschehen sonderbare Dinge. Ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder verfolgt ihn nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume, er verliert kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und schließlich vermacht ihm sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikel laden – inklusive übellaunigem Mops. Alles ziemlich seltsam, bis es noch seltsamer wird. Mops Bölthorn beginnt während eines Gewitters zu sprechen: Lennart sei der Auserwählte. Er müsse sein magisches Erbe annehmen und außerdem den Mord an Buri aufklären. Mord? Magisches Erbe? Ein Hund, der spricht? Lennart sieht sich bereits auf der Couch eines Therapeuten … Doch am Ende behält Bölthorn recht, und es geht um weitaus mehr als schlichte Magie.

Informationen zum Autor:

Lars Simon, Jahrgang 1968, hat nach seinem Studium lange Jahre in der IT-Branche gearbeitet, bevor er mit seiner Familie nach Schweden zog, wo er als Handwerker tätig war. Heute lebt und schreibt der gebürtige Hesse wieder in der Nähe von Frankfurt am Main. Bisher sind von ihm bei dtv die Comedy-Romane ›Elchscheiße‹, ›Kaimankacke‹ und ›Rentierköttel‹ sowie der Urban-Fantasy-Roman ›Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen‹ erschienen. Lars Simon ist ein Pseudonym. (Quelle Text: dtv ; Foto: Ulrike Wolf)

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Als Bölthorn (alias Lars) mich anschrieb, kannte ich weder ihn noch seine Bücher. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht spontan in die Stadt gefahren wäre, um mal eben in sein Buch hineinzulesen. Die Seiten, die ich Probe gelesen habe, haben mich mit ihrem Witz und ihrer Idee gepackt und so konnte ich in Zusammenarbeit mit dem dtv nun das erste Buch um den wunderbaren Lennart Malmkvist lesen.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

In dem Buch ist alles verpackt, was mir gefällt. Man hat Witz, Pepp, Spannung, ein wenig Magie und vorallem Liebe und Tiere. Man fühlt sich automatisch heimisch in der Welt, die sich um Lennart und besonders um Buri spannt.
Ich liebe ja besonders den Laden von Buri – in so einem Geschäft könnte ich mich stundenlang beschäftigen. Vielleicht läuft mir ja Bölthorn auch noch wirklich über den Weg.

Was ist mir negativ aufgefallen:

An manchen Stellen war es schwierig, die schwedischen und italienischen Aussagen und Bezeichnungen zu verstehen. Beim Italienisch stand es immer noch mit dabei, aber eine wirkliche Übersetzung der schwedischen Begriffe blieb aus.

Zu den Hauptcharakteren (meiner Meinung nach):

Lennart: Als Consultant wollte er eigentlich das große Geld machen. Nebenbei noch ein wenig mit den Frauen und dem Geld “spielen” und sich ansonsten erstmal nicht weiter um irgendwen kümmern. Doch es passiert genau das Gegenteil, in seiner Firma läuft es für ihn nicht gerade gut und dann vererbt ihm der Nachbar mit dem Zauberladen auch noch Laden und einen Mops. Lennart weigert sich zunächst, den Hund anzunehmen und zweifelt an seiner eigenen Glaubwürdigkeit, als dieser auf einmal beginnt mit ihm zu sprechen.
Er stellt sich gegen die Magie und den Zauber, der leider aber nicht so einfach abzuwehren ist. Als er dann irgendwann jedoch kleinbei gibt, eröffnet sich ihm eine zugleich magische wie gefährliche Welt, die er nun mit Vorlieben erkunden und auch verteidigen möchte.
Bölthorn: Ein sprechender Hund. Ich mag ja Tiere, auch Hunde. Möpse oder deren Mischungen gehören da zwar eigentlich nicht dazu, aber ich bin ehrlich: Auch ich habe ihn ins Herz geschlossen. Manchmal könnte er etwas weniger kryptisch mit Lennart reden, sodass dieser ihn auch versteht, aber ansonsten ist er echt hinreißend und vor Allem weiß er genau, auf wessen Seite er steht.

Zum Inhalt:

Die Geschichte erzählt, wie ein eigentlich gar nicht so einsamer Junggeselle (Lennart) durch den plötzlichen und weniger natürlichen Tod seines Nachbarn Buri, in eine Welt eintauchen muss, die zugleich magisch und auch düster ist. Die vier Teile des schwarzen Pergaments sind quer über das Land verteilt und nun will sich der Bösewicht aus der Geschichte diese krallen, doch dazu musste er sowohl an Buri als auch nun an Lennart vorbei.
Noch dazu kommt eine kleine kriminalistische Geschichte mit den Detektiven Tysja und Nilsson, die versuchen sowohl den Mord an Buri, als auch die Entführung und den versuchten Mord an Lennarts Kollegin und Freundin Emma aufzuklären.
Auch entwickelt sich irgendwie und ganz überraschend dazwischen noch eine kleine Liebesgeschichte, die das Buch zugleich versüßt wie auch abrundet.

Zur Optik und Gestaltung:

Das Cover sieht meiner Meinung nach irgendwie passend aus. Man hat Bölthorn abgebildet, der einem die Zunge herausstreckt und zwinkert – einfach typisch Mops! Auch sieht das Cover ein wenig so aus, wie man sich ein Zirkuszelt vorstellt, in das ich jetzt die Magier und Zauberer erstmal gedanklich verfrachten würde.
Auch die optische Gestaltung vom Folgeband ist ähnlich, was ich gut finde – das hat Wiedererkennungswert.

Schlussworte:

Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen. Es ist eine schöne und mal etwas andere Geschichte. Kleiner Tipp: Lars Simon ist auf der Frankfurter Buchmesse, wer also Zeit hat, kann bestimmt mal ein, zwei Worte mit ihm dort wechseln.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Thema * * * * / 5
Romantik/Spannung  * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5
Gestaltung * * * * / 5

Gesamt * * * * / 5

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