Ich soll nicht lügen (Sarah J. Naughton)

Das Buch

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3548289182
Genre: Krimi, Thriller, Psychothriller
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurzmeinung:

Sehr packend, man rätselt bis zum Ende, wer nun die Wahrheit sagt und wer lügt. Jedoch mir ein bisschen zu verworren.

Klappentext:

Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? »Er war die Liebe meines Lebens.« »Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?« »Er war depressiv und wollte sich umbringen.« »Mein Bruder hatte keine Depressionen.« »Er ist einfach gesprungen.« »Und wenn ihn jemand gestoßen hat?« »Ich bin die Liebe seines Lebens.« »Bist du seine Mörderin?« Mags‘ Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum? Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von „Girl on the Train“ und „Die Witwe“.

Mein Fazit

Warum wollte ich dieses Buch lesen?

Da ich neben der ganzen Jugendbuchlektüre und den Fantasyromanen auch mal etwas brauche, das abhärtet, kommt so ein Krimi gerade recht. Ebenso weiß ich als Fan von Fitzek sehr wohl einen Psychothriller zu würdigen und zu schätzen. Es war eben genau mein Fall! Danke an netgalley für das Exemplar.

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Durch die einzelnen Perspektiven der beiden Frauen Mags und Jody, sieht man das Leben unterschiedlich. Das unterstreicht nochmal deutlich, dass es nicht “die eine Wahrheit” gibt. Ein weiterer Pluspunkt war definitiv, dass man bis zum Ende nicht wusste, wer nun die Wahrheit sagt und wer tatsächlich der Täter ist. Man denkt, es zwischendurch zu wissen, doch überrascht die Story einen am Ende dann doch.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich fand es zum Teil leider ziemlich verzwickt und verworren, was mir das ganze ein bisschen verdorben hat. Es hat dem Buch ein wenig die Glaubwürdigkeit genommen.

Zu den Hauptcharakteren (meiner Meinung nach):

Mags: Obwohl ihr Bruder fast gestorben ist, merkt man ihr die Gefühlskälte, die zwischen den beiden herrschte, an. Sie erfüllt zu Beginn der Reise nur ihre Pflicht als Schwester und nächste Angehörige. Doch im Laufe der Geschichte, möchte sie nun auch aus Liebe wissen, wer ihrem Bruder das angetan hat. Sie ermittelt auf eigene Faust und hüpft von einem Verdächtigen zum Nächsten, doch auch sie selbst findet den Täter nicht ohne Hilfe.
Jody: Als das psychisch verwirrte und sexuell missbrauchte Mädchen, wird Jody – auch von mir – in eine Ecke geschoben. Man denkt, sie wisse nicht mehr wirklich was passiert und sie könne so auch nicht zwischen Wirklichkeit und ihrer eigenen Fiktion unterscheiden. Doch wie es sich im Laufe der Geschichte herausstellt, kann sie sehr wohl lügen, als auch die Wahrheit sagen, das macht es natürlich der Polizei und auch Mags schwer, den wahren Täter zu finden.
Mira: Als die muslimische Nachbarin, steht sie erst einmal hinter ihrem Mann, auch wenn sie versucht Mags ein paar heimliche Tipps zukommen zu lassen, so traut sie sich doch nicht wirklich ihrem Mann entgegen zu treten und offensichtlich zu helfen. Im Laufe der Geschichte jedoch merkt auch sie, dass sie eine starke, eigenständige Frau ist und auch so handeln kann.

Zusammengefasst:

Der Krimi hat alles beinhaltet, was einen guten Krimi ausmacht. Er war spannend, man kannte den Täter nicht schon zu Beginn. Der Leser hatte selbst Verdachtsmomente und musste dann enttäuscht feststellen, dass der Verdacht leider im Leeren verläuft.
Ein klein bisschen realistischer, dann hätte ich dem Buch auch gute vier Sterne gegeben, so leider nur drei.

Bewertung

Handlung * * * / 5
Thema * * * / 5
Spannung * * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * * / 5

Gesamt * * * / 5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.