Das Leben fällt, wohin es will (Petra Hülsmann)

Das Buch

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (26. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3404175222
Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman

Hier erhältlich: amazon, thalia

Kurze Meinung:

Eine sehr schöne Geschichte über einen Schicksalsschlag, der das Leben unerwartet verändern kann.

Zitat:

Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest du besser nicht den Kopf hängen lassen.

Klappentext:

Party, Spaß und Freiheit – das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das – Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen „Chef“, den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet – zum Beispiel die Liebe …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Marie scheint zu Beginn des Buchs wenig erwachsen zu sein, doch der Wandel, den sie durchläuft, den finde ich persönlich sehr schön. Auch, wie die einzelnen Veränderungen sich so schleichend ergeben, find ich ebenfalls sehr gut – realistisch.

Und Knut, hach, ich liebe Knut, den Taxifahrer und den kurzen Bezug zu Isa und Jens – Ich mag ja einen roten Faden in Büchern und Konstanten.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich kann eigentlich keinen wirklichen negativen Punkt nennen. Vielleicht die Krankheit von Christine, aber mehr auch nicht…

Zu den Charakteren:

Marie: Zu Beginn wirkt sie sehr naiv und jugendlich. Sie feiert stundenlang – meistens bis in den Morgen hinein. Doch im Laufe der Geschichte wandelt sie sich. Viel hängt vermutlich mit der Krankheit ihrer Schwester Christine zusammen. Aber einiges liegt auch an ihr selbst. Sie versucht alte Traumata zu überwinden und über sich hinaus zu wachsen und vor Allem ihrem Vater zu gefallen. Man merkt ihr deutlich an, wie nah ihr die Dinge gehen und wie sehr sie an einigen Sachen zu knabbern hat.

Christine: Zu Beginn des Buches eröffnet sie ihrer Schwester, dass sie Krebs hat und bittet um Hilfe. Im Laufe der Geschichte leidet sie immer weiter unter der Krankheit und am Ende hat sie sogar ihre Gedanken kaum noch im Griff und wird sehr verletzend. Das war so der Moment, in dem ich sie kurz gehasst habe. Sie hat jedoch den Mumm, sich auch wieder für ihre Fehler zu entschuldigen und hat es sich somit auch bei mir nicht gänzlich versaut.

Daniel: Als Geschäftsführer auf Zeit benimmt er sich zu Beginn recht arrogant, doch man merkt sehr schnell, dass das meiste davon nur eine Fassade ist. Man merkt auch, dass hinter all dem großspurigen Gehabe ein junger Mann steckt, der verletzlich ist und der auf der Suche nach der einen großen Liebe war und vielleicht auch immer noch ist.

Herr Ahrens: Als Maries Vater und Geschäftsführer der Werft muss er natürlich dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter ihre Jobs behalten und die Firma läuft. Doch was er Marie alles an den Kopf knallt ist nicht gerade fair. Er gibt ihr nicht mit einer einzigen Minute die Chance sich zu beweisen und ihm zu zeigen, was in ihr steckt. Er hinterfragt auch nicht, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist, dass ihre letzten Jahre so aus der Bahn geraten waren. Das macht ihn mir ein wenig unsympathisch…

Marie’s Freunde: Bei den dreien geht es meist drunter und drüber. Es sind alles Partymäuse, die es sich nicht vermiesen lassen wollen zu feiern. Als dann Maries Leben zum Großteil aus Kinderhüten und Krebsbehandlungen besteht, entstehen Differenzen, die den vieren große Probleme bereiten. Auch die Beziehung von Maries bester Freundin zu Maries Gynäkologen ist da nicht gerade hilfreich.

Meine Lieblingsstelle:

Eigentlich ist das Highlight der Story Knut, doch ich muss zugeben, dass ich Maries Ausflüge auf die Blue Pearl auch sehr gut fand. Ich konnte mich super hineinversetzen und war ein wenig neidisch, dass ich gerade nicht auch auf einem schönen Holzsegelboot sitzen kann.

 

Zusammengefasst:

Das Buch ist wieder einmal ein sehr guter Roman von Frau Hülsmann. Ich wurde nicht enttäuscht und er ist genauso gut, wie “Glück ist, wenn man trotzdem liebt”, welches ich schon gelesen und auch verschenkt habe. Eine super Sommerlektüre aus Hamburg mit dem schönen norddeutschen Flair und einer Brise Meeresluft.


Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gestaltung * * * */ 5

Gesamt * * * */ 5

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