Schnee wie Asche (Sara Raasch)

Das Buch

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: cbt (14. April 2015)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Snow like Ashes
ISBN: 978-3570173343
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Hier erhältlich: amazon, thalia, buecher.de

Kurze Meinung:

Leider hatte ich mir mehr von dem Buch erwartet.

Klappentext:

Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …

Mein Fazit

Was ist mir besonders positiv aufgefallen:

Die Geschichte zieht einen in ihren Bann und man wird mitgenommen auf eine magische Reise, diesem Ziel hat, Winter wieder zu alter Macht zu verhelfen.

Auch das Ende, also der Cliffhanger, der so viel offen lässt, ist sehr positiv, denn dadurch weiß man weder, wie es weiter, noch wie es ausgeht.

Was ist mir negativ aufgefallen:

Ich mag ja Geschichten, bei denen die Protagonisten eine Fähigkeit haben, aber irgendwie wirkt Meira so, als könne sie alles. Das macht das Ganze dann schon fast wieder unsympathisch. Zumindest für meinen Geschmack.
Auch die Szene kurz nach der Bekanntgabe, dass sie Theron heiraten soll, stößt mir leicht auf. Der Sohn des König des Rhythmuskönigreichs klingt, als kennen sich die beiden schon eine ganze Weile – nicht erst ein paar Augenblicke.

Zu den Charakteren:

Mather: Als Meiras bester Freund und Vertrauter war es für mich eine große Überraschung, dass er sie so einfach dem König verkauft. Auch, dass er diese Lüge über seine und auch Meiras Herkunft. So lange aufrechterhält, erzeugt bei mir ein negatives Bild. Leider – denn ich denke, er sollte eigentlich einer der Helden der Geschichte sein.

Sir: Als Meiras “Vater” sorgt er sich sehr um Sie und schützt sie mit seinem Leben. Auch, dass er ihr kaum Kämpfe ermöglicht bzw. erlaubt ist eine Maßnahme seinerseits um Meiras Leben zu schützen. Im Laufe der Geschichte wandelt er sich so, dass er mir sehr ans Herz gewachsen ist.

Meira: Als einziges kampferprobtes Mädchen in der Gruppe der Überlebenden hat sie es natürlich schwer, sie möchte nicht bei den anderen in den Hütten bleiben, aber Sir möchte sie nicht losschicken. Durch Mathers List beweist sie ihr Können und bringt die Magsignie von Winter zumindest zur Hälfte wieder sicher nach Hause. Sie beweist, dass sie kämpferisch einiges von ihren Brüdern gelernt hat, aber im Laufe der Geschichte zeigt sich immer mal wieder deutlicher, dass sie auch eine weibliche und gefühlvolle Seite hat. Bei der Hochzeit mit Theron fand ich sie sehr naiv, da sie ihrem eigentlichen unbekannten Mann so schnell vertraut und ihr Leben mit ihm alleine teilen will. Auch, dass sie sich und ihre Gefühle so schnell von Mather abwenden kann, fand ich persönlich sehr vorschnell. Es stellt sich heraus, dass sie diejenige ist, welche Winters Magsignie enthält, als letzte Überlebende. Denn nicht Mather ist der überlebende Säugling, sondern sie.

Theron: Als Sohn des Königs muss er sich natürlich benehmen und darf nicht aus der Reihe treten, doch als er merkt, was für ein falsches Spiel sein Vater mit Sir und seinen Leuten und auch mit Meira spielt, wird er wütend und rebelliert. Er versucht Meira zur Seite zu stehen und ihr auch seelisch näher zu kommen.

Angra: Als der Bösewicht in der Geschichte, hat er sich meine Abneigung redlich verdient. Schon alleine wie er mit seinen Gefangenen umgeht. Also sei es die Unterbringung wie Tiere in de Käfigen oder die Sklavenarbeit bei minimaler Versorgung mit Grundnahrungsmitteln.

Meine Lieblingsstelle:

Als Meira in dem Büro des Königs den Brief findet, in welchem Mather und alle anderen an Angra verkauft wurden. Man merkt in dieser Szene anhand vom Schreibstil genau, wie Meira sich fühlt und auch merkt man, wer der Beteiligten von der Sache wusste und wer nicht.

Zusammengefasst:

Ich hatte mir leider mehr von dem Buch erhofft und war sehr enttäuscht, dass es nur so wenig neues und wirklich schönes zu bieten hatte. Ich fand es übertrieben, dass ein Mädchen alleine einer Horde ausgebildeter Wachen fast ohne Kratzer entkommen konnte, dann jedoch einfach so entführt wird und sich kaum zu wehren weiß. Jedoch endet die Geschichte so offen, dass ich gerne wüsste, wie es weiter geht. 🙂


Bewertung

Handlung * * / 5
Spannung * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * / 5
Gestaltung * * */ 5

Gesamt * * */ 5

 

2 Gedanken zu “Schnee wie Asche (Sara Raasch)

  1. Ich wollte dir nur mal schreiben, dass ich besonders den Aufbau deiner Rezensionen sehr schön finde, wunderbar übersichtlich. Mit NA kann ich eher weniger was anfangen (warum, hast du ja in den Montagsgedanken selbst auch teilweise angesprochen), aber du schreibst ja auch über Fantasy und YA, daher habe ich dich mal in den Feedreader gepackt 🙂

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