Die Ungehörigkeit des Glücks (Jenny Downham)

Das Buch

Die Ungehörigkeit des Glücks

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (erschienen am 22. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978 – 3570102923 oder 3570102920
Alter: Erwachsene
Originaltitel: Unbecoming
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Klappentext:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück.

Cover:
Das Cover ist recht schlicht in Lila gehalten. Man sieht im Vordergrund eine recht junge Frau oder ein junges Mädchen liegen. Sie ist zum Teil hinter Stoff versteckt. Das Cover strahlt eine gewisse Leichtigkeit aus und wirkt trotz der schlichten Gestaltung schön und ansprechend.

Mein Fazit

Inhalt & Gedanken:
Nachdem Mary ihre Tochter Caroline bekam, war sie nicht in der Lage eine gute Mutter zu sein, sie hatte andere Pläne und Angst zu versagen. Sie übergab ihre Tochter in die Hände ihrer Schwester, von der sie vermutete, dass diese das Kind schon großziehen würde. Doch wie dem so ist, vermisst Mary ihre Tochter und versucht sie zu sehen.
Die Geschichte spielt im Jetzt, der Pubertät der Enkeltochter Katie. Diese versucht zusammen mit Mary, die an Demenz leidet, herauszufinden, was damals passiert ist und warum zwischen Mutter und Tochter eine so unüberwindbare Hürde steht. Sie beginnt ein Erinnerungstagebuch zu schreiben, damit Mary sich nicht nur ab und zu an die Vergangenheit erinnert, sondern immer nachlesen kann.
Während Mary durch Katies Hilfe immer mehr zu sich und zu ihrer früheren Selbst findet, findet auch Katie mehr und mehr zu sich selbst und muss sich eingestehen, dass sie auf Frauen steht. Besonders Simona, die Kellnerin aus Marys Lieblingscafe hat es ihr angetan.

Demenz ist eine ernstzunehmende und für alle Beteiligten schwierige Krankheit. Doch die Geschichte beschreibt schön, wie man trotz der Krankheit und einem alten Familiendrama wieder zueinander finden kann. Wie viel ein kleiner Schritt in die Richtung eines Menschen bewirken kann und wie stark manche Bindungen sind, die zwischen den verschiedenen Menschen entstehen können (Mutter-Tochter, Großmutter-Enkelin, Mädchen-Mädchen).

Sprache und Stil:
Die Kapitel waren schön untergliedert, sie waren nicht zu lang und entsprechend schön fand ich es sie zu lesen. Es war alles sehr kurzweilig. Die Einschübe der Erinnerungen, die Mary hat, waren thematisch und inhaltlich passend hineingefügt. Man konnte so genau nachvollziehen, was damals passiert ist und konnte dann auch Marys Gefühle bezüglich einer bestimmten Situation oder einem Café gut nachvollziehen.

Lieblingsstelle / Zitat
Eine Geschichte, beschloss Katie, als sie über den Hof zum Eingangstor ging, ist wie ein Stück Stoff oder ein Wollschal, aus dem man mutig einen Faden rausziehen und ihn betrachten kann, weil man ihn in der Hand hat. Aber sie besteht aus zahllosen miteinander verwobenen Fäden, von denen manche einem selber und andere anderen Leuten gehören, und Widersprüche und Ungereimtheiten fließen in das Gewebe ein. (Seite 450)

Meine Meinung:
Ich fand das Thema Demenz und Familie und die Darstellung der einzelnen Aspekte beider Teile sehr gelungen. Jenny Downham zeigt sehr schön, wie wichtig Liebe und Familie ist, sowohl für die Genesung oder für den Umgang mit Krankheiten, als auch für den Umgang mit eigenen Gefühlen oder Neigungen. Mich hat nur das offene Ende bezüglich Simona und Katie etwas gestört. ^^ Das Buch war super schön zu lesen und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen.

Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Bewertung
Spannung/Handlung /
Romantik
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Charaktere
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Schreibstil
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Gesamt /

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